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Sie fusionieren westafrikanische Rhythmen mit globaler Pop-Musik — und das sehr erfolgreich: Im März 2021 wurden die nigerianischen Afrobeats-Stars Burna Boy und Wizkid bei den Grammy-Awards in Los Angeles für „Best Global Music Album“ und „Best Music Video“ ausgezeichnet. Für Weltstars wie Beyoncé und Drake gehört das Afrobeats-Feature längst zum guten Ton.

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Nicht zu verwechseln mit „Afrobeat“, dem von Fela Kuti in den 1970er Jahren populär gemachten Genre, hat sich „Afrobeats“ als Fusion verschiedener Pop-Musikstile — darunter Hiplife, Hip-Hop und Dancehall — entwickelt.

Diaspora-Sound auf Social Media

Zentren der Entwicklung seit den 2000er Jahren waren und sind Lagos in Nigeria, Accra in Ghana und die britische Hauptstadt London mit ihrer großen afrikanischen Diaspora. Im Juli 2020 kündigte die Betreibergesellschaft der britischen Charts sogar an, aufgrund der Popularität des Genres in Großbritannien nun eine gesonderte „UK Afrobeats“-Chartliste zu führen.

Den Reiz der Afrobeats machen besonders ihre tanzbaren Rhythmen aus, seit den 2010er Jahren waren viele erfolgreiche Afrobeats-Songs mit Tanzchallenges und Tanz-Videos in den sozialen Medien verbunden.

Weltweit erfolgreiche Pop-Musik

Spätestens 2016 kam der weltweite Druchbruch mit dem Über-Hit „One Dance“ des kanadischen Rappers und Sängers Drake, der sich in 15 Ländern — darunter Deutschland — an die Spitze der Charts setzte. Auf „One Dance“ ist unter anderem der nigerianischen Afrobeats-Star Wizkid beteiligt. Mit ihm hat inzwischen unter anderem auch die amerikanische Pop-Ikone Beyoncé zusammengearbeitet.

Beyoncé, Blue Ivy, SAINt JHN, WizKid — Brown Skin Girl

Während Afrobeats vor allem für fröhliche Party-Hymnen und Feel Good Vibes bekannt sind, wünschen sich viele Musik-Kenner*innen in Nigeria mehr Engagement der Genre-Stars mit ihren enormen Follower-Zahlen.

Die „End SARS“-Proteste gegen Polizeigewalt in Nigeria, bei denen vor allem junge Leute aktiv wurden, stellten einen kleinen Wendepunkt dar. Denn auch Künstler*innen wie Burna Boy nutzen ihre Popularität nun, um auf die gewaltsamen Missstände im Land aufmerksam zu machen — wie Korruption, Rassismus und die Auswirkungen der Kolonialvergangenheit.

Burna Boy, Chris Martin (Coldplay) — Monsters you made

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