Jazz

Anregende Neuinterpretationen: Der Pianist Tigran Hamasyan und sein Album „StandArt“

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AUTOR/IN
Georg Waßmuth

Neugierig bleiben und die Musik jeder Epoche neu erkunden – das ist die Hauptsache für den armenischen Jazz-Pianisten Tigran Hamasyan. Damit ist er sehr erfolgreich. Im vergangenen Jahr wurde er gleich in zwei Kategorien mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet. Sein neues Album „StandArt“ ist für ihn auch eine Hommage an die Musiktradition New Yorks, wo er seit zehn Jahren lebt.

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Mit einem ausgewählten Ensemble, zu dem auch der Saxofonist Joshua Redman gehört, wirft er einen anderen Blick auf Klassiker wie „Big Foot“ von Charlie Parker. Dabei wird das gemeinsame Improvisieren ganz großgeschrieben. Das Album ist eine Momentaufnahme, denn nie würde Tigran Hamasyan einen Song zweimal auf die gleiche Art spielen. Immer fließen die Tagesform oder die Gedanken, die ihm gerade durch den Kopf gehen, in seine Interpretation mit ein.

So ist das Album „StandArt“ eine anregende Mischung: Klassiker versehen mit rhythmischen Zutaten aus Armenien, mit gewagten Harmonien und sprühender Fantasie.

Tigran Hamasyan: De-Dah aus seinem Album „StandArt“

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Jazz „Odesa - A musical walk through a legendary city“ von Vadim Neselovsky

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Georg Waßmuth