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Wolfgang Muthspiel vereint europäische und amerikanische Tugenden des Jazz wie kaum ein anderer Musiker seiner Generation. 15 Jahre lang hat er an der Ostküste der Vereinigten Staaten gelebt. 2002 kehrte er nach Österreich zurück, gründete ein eigenes Label und hat seitdem zahlreiche europäische Projekte initiiert sowie CDs u.a. mit Rebekka Bakken, Dieter Ilg oder Dhafer Youssef eingespielt. Für sein neues Album „Angular Blues" hat er sich amerikanische Musiker an seine Seite geholt: den Schlagzeuger Brian Blade und den Bassisten Scott Colley. Entstanden ist ein klangschönes Album für dunkle Zeiten.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:33 Uhr
Sender
SWR2

„'Angular Blues', das Titelstück der CD, ist ein Blues mit Ecken und Kanten. Es ist ein für meine Art von Musik eher ungewöhnliches Stück mit einigen Stopps und Starts sowie sozusagen metrischen Modulationen. Und deshalb war es irgendwie eine gute Idee, es zum Titelstück zu machen.“

Wolfgang Muthspiel

Sechs gemeinsame Abende in einem Jazzclub in Tokio

Mit kantigem Blues ist der österreichische Gitarrist Wolfgang Muthspiel auf seinem neuesten Album wieder zur Trioform zurückgekehrt. Entstanden sind die Aufnahmen in einem Jazzclub in Tokio.

Sechs Abende hat Wolfgang Muthspiel dort mit dem amerikanischen Schlagzeuger Brian Blade und dem Kontrabassisten Scott Colley neue Stücke gespielt. Er hat sie mit ihnen im Hinterkopf komponiert, denn er kennt beide seit langem und hat schon oft mit ihnen zusammengearbeitet.

„Ich stelle mir vor, wie Brian Blade und Scott Colley die Musik spielen und dann versuche ich mit den Kompositionen Räume zu bauen, die diese Musiker einladen, ihre eigenen Beiträge zu feiern - wobei sie immer den Song und seine Form respektieren. Aus ihren Beiträgen wächst dann auch meine Improvisation.“

Wolfgang Muthspiel
Trio um Wolfgang Muthspiel für Angular Blues (Foto: ECM Records)
V.l.n.r.: Scott Colley, Brian Blade und Wolfgang Muthspiel ECM Records

Gemeinsame Erkundung neuer Kompositionen

Wolfgang Muthspiel gefiel die gemeinsame Erkundung der neuen Kompositionen so gut, dass er beschloss, sie mit seinen beiden Mitspielern in einem Studio in Tokio aufzunehmen. Neun dieser Stücke, darunter zwei Standards, sind jetzt auf dem neuen Album gelandet und dazu gehört auch der Titel „Hüttengriffe".

Ein klangschönes, herzerwärmendes Trio-Album für dunkle Zeiten

Man kann hören, wie gut sich die drei Musiker verstanden haben. Die Improvisationen und Soli greifen perfekt ineinander. Es entsteht ein dichtes Melodie- und Rhythmusgeflecht. Dank der Ecken und Kanten gibt es immer wieder musikalische Überraschungen, so dass einem die Musik nie langweilig wird und man sie gerne immer wieder hört. Ein klangschönes, herzerwärmendes Trio-Album für dunkle Zeiten.

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