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Beinahe 28 Jahre lang hatten die Musikproduzenten und DJs Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter alias „Daft Punk“ der elektronischen Musik ihren Stempel aufgedrückt. Mit einem achtminütigen „Epilogue“ als YouTube-Video gab das französische Elektro-Duo nun am 22. Februar 2021 seine Trennung bekannt.

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Der Video-Clip für „Epilogue“ greift auf die Dokumentation „Daft Punk Unchained“ aus dem Jahr 2015 zurück, der zum ersten Mal den Aufstieg des Musik-Phänomens mit vielen Archivbildern thematisiert.

Roboterköpfe mit Elektro-Sound

Die Masken sind darin ein großes Thema — denn bis auf wenige frühe Aufnahmen existieren kaum Bilder der beiden Künstler ohne ihre Roboterhelme. Fernsehauftritte und Interviews sind rar.

Trotzdem gelang es den Musikproduzenten mit nur vier Alben einen bleibenden Eindruck in der französischen und weltweiten Musik-Kultur zu hinterlassen. Am bekanntesten ist vermutlich ihr letztes Album „Random Access Memories“ — aus dem unter anderem der Hit „Get Lucky“ stammt.

When Generation #DaftPunk came into power - Macron, July 14th 2017 https://t.co/3Yqlyvzvsa

Funk, Rap, Indie, Pop, R&B, House — die Mischung macht's

Aber nicht nur auf eigenen Alben waren Daft Punk als Produzenten aktiv, immer wieder arbeiteten sie mit Künstlern aus verschiedenen Genres zusammen: Kanye West, Pharrell Williams und Nile Rodgers, Sébastien Tellier, Giorgio Moroder, dem Sänger The Weeknd, Julian Casablancas von The Strokes oder die australische Band Parcels.

Ihr kreativer und ekstatischer Sound sollte zum Prototypen der „French Touch“ und des „French Filter House“ werden — eine Sound-Welle, die über den Atlantik bis in die USA schwappte und maßgeblich zum weltweiten Erfolg von französischen Künstler*innen wie Justice und Mr. Oizo beitrug.

Als Solo-Künstler arbeiten Bangalter und de Homem-Christo bereits seit vielen Jahren auch unabhängig voneinander, insbesondere als Komponisten von Filmmusik und Sounddesigner.

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