Jazz „Look Ahead” mit dem Fred Nardin Trio

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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:33 Uhr
Sender
SWR2

Die einen sitzen in New York, der andere spielt in Paris. Aber für den Franzosen Fred Nardin war diese Entfernung kein Hindernis, um seine Traumbesetzung zu verwirklichen. Für das Schlagzeug konnte er Leon Parker gewinnen, für den Kontrabass Or Bareket.

Ohne Üben geht nichts

Seit 2017 ist das transatlantische Trio nun schon am Start. Und das setzt vor allem den Pianisten Fred Nardin in Bewegung, der ständig zwischen Europa und den USA unterwegs ist.

Seine Devise: ohne regelmäßiges Üben geht nichts. Sonst komme man nicht auf einen grünen Zweig. Auf der Bühne muss dann alles von der ersten Note an funktionieren. Dann stimmt der Sound.

Von der Klassik geprägt

Schon mit fünf Jahren saß der kleine Frédéric am Klavier. Bei seiner musikbegeisterten Familie war der Weg zu den Tasten fast schon vorprogrammiert.

Und wie viele andere Musiker begann auch Fred Nardin mit der Klassik. Erst viel später entdeckte er den Jazz und studierte Komposition für Film und Fernsehen. Dennoch prägt die Klassik sein Klavierspiel bis heute. Dabei versuche er mit möglichst vielen Klangfarben etwas zu erzählen, meint Fred Nardin.

Die Kunst der Eleganz: das neue Album „Look Ahead“

Mit diesem zweiten, neuen Album knüpft das Trio an den Vorgänger „Opening“ an. Dabei bewegen sich die drei Künstler absolut auf Augenhöhe. Für Fred Nardin ist das Trio mehr als eine Band, die auf die Bühne geht und Musik macht. Es gehe um Freundschaft und Respekt.

Der feine Rhythmus von Leon Parker durchwebt alle Stücke, Or Bareket übernimmt mit seinem Kontrabass auch gern mal die Melodieführung.

Tribut an die klassischen Jazz-Helden

Thelonious Monk, Herbie Hancock – die Einflüsse dieser und anderer Jazzlegenden sind nicht zu überhören. Aber in Nardins meisterhaften Kompositionen werden sie Teil eines modernen, zeitgenössischen Jazz, der mit ungeheurer Experimentierfreude daher kommt.

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