Literatur

Zum 80. Geburtstag von Schriftsteller Wilhelm Genazino: „Er hatte einen Blick für das Absurde und Komische“

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Astrid Tauch

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Der 1943 in Mannheim geborene und 2018 in Frankfurt verstorbene Chronist der Nachkriegszeit beschrieb in seinen Büchern „Helden und Streunerfiguren, die am Leben leiden, aber auch ihre kleinen Freuden am Alltag haben“, erklärt die Stuttgarter Schriftstellerin Anna Katharina Hahn. Sie hat den Autor persönlich gekannt.

Genazino hatte einen „gedehnten Blick“ auf seine Umgebung, wie er es selbst formulierte : „Man schaut sich die Dinge nicht nur einmal an, sondern immer wieder über die Zeit und daraus resultieren wunderbare Erlebnisse und Beschreibungen. Das hat was Revolutionäres“, so Hahn. „Wenn Sie Genazino lesen, sehen Sie die Welt nachher mit anderen Augen!“

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„In der Literatur – und nur in der Literatur – überlebt die Sehnsuchtswirtschaft des Menschen. Sie ist unsere palliative Heimat.“ Das sagte Wilhelm Genazino in seiner Dankesrede für den Büchner-Preis 2004, und diese Sätze gelten für seine eigene Literatur ganz besonders.

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Buchkritik Über zwei posthum erschienene Gespräche mit Wilhelm Genazino

Er wäre lieber Zirkusclown als Schriftsteller geworden, so aber beglückte er die Literatur mit über zwanzig tragikomischen Romanen: Wilhelm Genazino. Nun erinnern zwei Publikationen mit Gesprächen posthum an den Frankfurter Autor und Büchnerpreisträger. Rezension von Oliver Pfohlmann. Ulrich Rüdenauer: Fast eine Komödie. Gespräche mit Wilhelm Genazino, Verlag Ulrich Keicher, 40 Seiten, 12 Euro und Wilhelm Genazino: Der Weg ins Offene. Wie ich Schriftsteller wurde. Aufgezeichnet von Anja Hirsch, in: Schreibheft 95, Rigodon Verlag, 15 Euro

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