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„Wir sind hier“-Festival am Literaturhaus Frankfurt: Shida Bazyar über ihr Schreiben gegen Rassismus

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„Hanau hat in Deutschland verändert, wie wir mit Anschlägen umgehen. Das verdanken wir zu großen Teilen des Angehörigen, die eine sehr wichtige Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit leisten ", sagt die Autorin Shida Bazyar

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Das Literaturhaus Frankfurt erinnert mit einem Literaturfestival an die Tat

Vor zwei Jahren erschütterte das rassistische Attentat im hessischen Hanau die Gesellschaft. Neun Menschen wurden getötet. Bundesweit wurden Aktionen gestartet, darunter #saytheirnames, um die Opfer nicht zu vergessen und um den Angehörigen Mitgefühl auszusprechen.

Auch das Literaturhaus Frankfurt erinnert nun mit dem Literaturfestival „Wir sind hier“, bei dem auch die aus Rheinland-Pfalz stammende Autorin Shida Bazyar mit dabei sein wird, an die Tat.

Die Veranstaltung hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt aktueller deutschsprachiger Literatur zu zeigen und Menschen einen Raum zu geben, die Opfer von Diskriminierung sind. „So lange wir immer noch in einer Gesellschaft leben, in der wir denken, bestimmte Menschengruppen sind in erster Linie dafür da die Toiletten zu putzen und bei der Müllabfuhr zu arbeiten, kommen wir natürlich nicht auf die Idee, dass deren Geschichten einen Wert hätten", meint die Autorin, daran müsse sich dringend etwas ändern.

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