Gespräch

„Was wir mit uns tragen“ von Amanda Gorman: Bahnbrechendes Werk einer jungen Autorin

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INTERVIEW
Wilm Hüffer

Der neue Lyrikband „Was wir mit uns tragen“ von Amanda Gorman sei bahnbrechend, sagt die Übersetzerin Marion Kraft in SWR2. Die Debatte um das politisch korrekte Übersetzen von Schwarzer Literatur in andere Sprachen habe für sie jedoch keine Rolle gespielt.

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Diskussion lenkt vom Inhalt ab

Die Diskussionen in Zusammenhang mit „The hill we climb“ seien obsolet gewesen und hätten den falschen Schwerpunkt gesetzt, so Kraft. Für sie und die Ko-Übersetzerin Daniela Seel sei es vielmehr darum gegangen, „ein wirklich, wie ich meine, bahnbrechendes Werk einer jungen Autorin ins Deutsche zu übertragen“.

„Es geht um das Werk und nicht um Vorinterpretation oder Fehlinterpretation“, so Kraft. „Ich denke, das (neue) Werk ist so umfangreich und bietet so viel Stoff für Diskussionen, dass ich mir wünsche – und ich denke, das wird auch so sein –, dass man sich bei Besprechungen darauf konzentrieren wird.“

Amanda Gorman greife auch in ihrem jetzt in einer zweisprachigen Ausgabe erscheinendem Lyrikband „Was wir mit uns tragen“ politische Themen auf – aktuelle und historische. „Es geht um amerikanische Geschichte, aber auch um das Selbstverständnis von uns allen in einer globalen Welt.“

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Wilm Hüffer