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Die Bibliotheken leisten einen wichtigen Beitrag, die Bürger durch die Corona-Zeit zu bringen. Im Gespräch mit SWR2 berichtet Katinka Emminger, Direktorin der Stuttgarter Bibliotheken, von konstanten Nutzungszahlen.

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Das gelte für das klassische Buch wie für digitale Angebote, die man seit dem ersten Lockdown im Frühjahr stark ausgebaut habe. Emminger bezeichnet Bücher als „Möglichkeit, die Fantasie auf den Weg zu schicken“. Das nähmen die Menschen dankbar wahr.

Erfreut seien Sie und die Bibliothekare, wie gut die „Überraschungspakete“ mit Literatur ankommen. „Wichtig ist auch der Medienlieferdienst für Menschen, die aktuell ihr Haus nicht verlassen können - da fahren wir hin“.

Momentan könne man die Stadtbibliothek und die Stadtteilbibliotheken leider nur als „Thekenbibliothek“ betreiben, berichtet Emminger, denn der markante Kubus unweit des Hauptbahnhofs sei ein beliebter Instagram-Selfie-Ort: „Da war die Maskendisziplin ein bissle schwierig“. Deshalb habe man sich entschieden, dass Bücher nur noch online oder telefonisch bestellt werden können und an der Tür abgeholt werden müssen.

Katinka Emminger ist gebürtige Stuttgarterin und seit Sommer 2019 Direktorin der Stuttgarter Stadtbibliotheken.

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