Ausstellung

Von Müßiggang und Weltliteratur – in Baden-Baden eröffnet ein neues „Muße-Literaturmuseum“

STAND
AUTOR/IN
Marie-Dominique Wetzel

Baden-Baden zog als „Sommerhauptstadt“ Europas besonders im 19. Jahrhundert viele berühmte Künstler*innen aus aller Welt an. Die Bäder und die umliegende Natur versprachen Erholung und Vergnügen. Das neu eröffnete „Muße-Literaturmuseum“ widmet sich nun diesen Erfahrungen und Erlebnissen.

Audio herunterladen (3,9 MB | MP3)

„Ja, wenn ich hier ein Jahr leben könnte! Da könnte man schon gesund werden.“, schrieb einst Friedrich Nietzsche aus Baden-Baden an seine Schwester. Ganz anders sah das Dostojewski: „In dieser Hölle von Baden haben wir uns 7 Wochen gequält“. Und auch der scharfzüngige Mark Twain ließ natürlich kaum ein gutes Haar an Baden-Baden: „Es ist eine geistlose Stadt, voll von Schein und Schwindel und mickrigem Betrug und Aufgeblasenheit, aber die Bäder sind gut!“

Muße-Literaturmuseum, Baden-Baden (Foto: SWR, Marie-Dominique Wetzel)
Innenansicht im Muße-Literaturmuseum Marie-Dominique Wetzel

Neues „Muße-Literaturmuseum“ eröffnet in Baden-Baden

Über ihre Erfahrungen mit und in Baden-Baden haben viele Autor*innen geschrieben. Im neu eröffneten „Muße-Literaturmuseum“ finden sich viele Zeugnisse dafür in Briefen, Zitaten und Romanen. 16 Themen-Stationen des Museums sind eingebettet in die Stadtbibliothek Baden-Baden: In der Abteilung Reiseführer findet sich eine Station zur historischen Reiseliteratur über Baden-Baden, in der Spieleabteilung der Bibliothek eine Station zu Literatur rund um das weltberühmte Casino. Und in der kleinen Abteilung zu russischer Literatur finden sich natürlich Texte und Zitate von Dostojewski bis Turgenjew. 

„Muße-Literaturmuseum“ in Baden-Baden (Foto: SWR, Marie-Dominique Wetzel)
Blick in die Ausstellung Marie-Dominique Wetzel

Reiche Literaturgeschichte der Stadt wird aufgeblättert

Mit dem „Muße-Literaturmuseum“ in der Stadtbibliothek hat Baden-Baden nun endlich einen Ort, an dem die reiche Literaturgeschichte der Stadt aufgeblättert wird. Zwar auf engstem Raum und mit den daraus resultierenden Beschränkungen, aber immerhin ein guter Ausgangspunkt für Wieder- und Neuentdeckungen.

Spuren des Menschen auf der Erde Große Landesausstellung im Stuttgarter Naturkundemuseum: "Anthropozän" - das Zeitalter des Menschen

Im Naturkundemuseum in Stuttgart beginnt eine neue Ausstellung rund um das Zeitalter des Menschen.  mehr...

Ulm

Ernährung Ausstellung in Ulm: So werden wir uns in Zukunft ernähren

Die einen haben zu wenig zu essen, die anderen zu viel und werden dadurch krank. Im Ulmer Museum „Brot und Kunst“ lernen die Besucher*innen, wie sich der Nahrungsbedarf für eine wachsende Weltbevölkerung sichern lässt – und das in Zeiten des Klimawandels.
Christoph König im Gespräch mit Dr. Isabel Greschat, Direktorin des Museums „Brot und Kunst“ Ulm.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

STAND
AUTOR/IN
Marie-Dominique Wetzel