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Vom intensiven Leben und vom guten Tod

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Redaktion und Moderation: Anja Höfer

Mit neuen Büchern von Patricia Highsmith, Louise Brown, Maren Wurster und Peter Licht

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"Man kann das Leben nicht verlängern, aber man kann es verdichten": Das hat der große Publizist und Autor Roger Willemsen mal gesagt, der vor sechs Jahren mit erst 60 starb.

Ein sehr verdichtetes Leben in diesem Sinne hatte sicher auch die amerikanische Schriftstellerin Patricia Highsmith: Nachzulesen jetzt in ihren großartigen, 50 Jahre umfassenden Tage- und Notizbüchern, die zeigen: Da hat eine in vollen Zügen gelebt!

Von so einem leidenschaftlichen Leben träumt insgeheim auch die Protagonistin Valeria in dem Roman "Das verbotene Notizbuch" aus dem Jahr 1952 von Alba de Céspedes: eine wunderbare Wiederentdeckung!

Und wenn man sein Leben gelebt hat: Was ist dann eigentlich ein guter Tod? Darüber sprechen wir mit der Trauerrednerin Louise Brown, die in ihrem Buch "Was bleibt, wenn wir sterben" sehr hilfreiche und berührende Antworten gibt.

Was es heißt, die eigenen Eltern nacheinander in kurzer Zeit zu verlieren, das schildert sehr eindringlich die Autorin Maren Wurster in ihrem autofiktionalen Roman "Papa stirbt, Mama auch".

Wir erinnern an den Vater der Wimmelbücher: Ali Mitgutsch, der mit 86 Jahren gestorben ist.

Und dann schickt der Musiker Peter Licht mit "Ja okay, aber" noch einen modernen Büroroman aus dem "Coworking Space".

Patricia Highsmith – Tage- und Notizbücher
Herausgegeben von Anna von Planta
Aus dem Amerikanischen von Melanie Walz, pociao, Anna-Nina Kroll, Marion Hertle und Peter Torberg
Diogenes Verlag, 1376 Seiten, 32 Euro
ISBN 978-3-257-07147-4
Rezension von Ulrich Rüdenauer

Alba de Céspedes – Das verbotene Notizbuch
Aus dem Italienischen von Verena von Koskull
Insel Verlag, 302 Seiten, 24 Euro
ISBN 978-3-458-17934-4
Rezension von Brigitte Neumann

Louise Brown – Was bleibt, wenn wir sterben
Erfahrungen einer Trauerrednerin
DiogenesVerlag, 256 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-257-07176-4
Gespräch mit der Autorin

Maren Wurster – Papa stirbt, Mama auch
Hanser Berlin Verlag, 160 Seiten, 20 Euro
ISBN 978-3-446-27112-8
Rezension von Wolfgang Schneider

Hier ist was los!
Erinnerung an den Wimmelbuch-Erfinder Ali Mitgutsch

Peter Licht – Ja okay, aber
Klett-CottaVerlag, 240 Seiten, 20 Euro
ISBN 978-3-608-50519-1
Rezension von Gerrit Bartels

Musik:
Gotan Project – La Revancha del Tango

Label:  ¡Ya Basta! Records

Literatur Tage- und Notizbücher von Patricia Highsmith veröffentlicht: Aus dem Wäscheschrank im Tessin

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Kulturmedienschau Tod des Wimmelbuch-Schöpfers Ali Mitgutsch: „Es passiert um dich unendlich viel Schönes“

Kinderbücher kommen auch ohne Worte aus, das hat er bewiesen: Nun ist Alfons „Ali“ Mitgutsch, der Erfinder der Wimmelbücher, am 10. Januar 2022 .mit 86 Jahren in München verstorben Seine Alltagsgeschichten aus dem Schwimmbad, vom Bauernhof, aus den Bergen oder der Stadt haben sich weltweit mehr als acht Millionen Mal verkauft.  mehr...

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