STAND
INTERVIEW

Unruhige Zeiten für das Literaturarchiv Marbach. Personalquerelen schafften es in die überregionale Presse.

Audio herunterladen (4,2 MB | MP3)

Das Archiv sei kein Ort mehr, an dem man wohlwollend miteinander umgehe, so lautete in diesem Zusammenhang ein kritisches Zitat, das in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu lesen war.

Die Verteilung von Mitteln und Stellen ist schwierig

Von anonymen Mails, einer desolaten Situaton und schwierigen Personalentscheidungen der Direktorin des Deutschen Literaturarchivs war die Rede. Von der Unruhe sei sie selbst ergriffen worden, sagt nun Sandra Richter in SWR2 zu den Vorwürfen.

imago images  Arnulf Hettrich (Foto: Imago, imago images / Arnulf Hettrich)
Das Literaturarchiv Marbach Imago imago images / Arnulf Hettrich

Immerhin habe das Haus vom Bund neue Mittel und Stellen zur Verfügung bekommen, die nun bestmöglich dem Haus zugute kommen und verteilt werden sollen. Doch genau das gestalte sich, auch wegen Verzögerungen durch die Corona-Krise, als sehr langwierig.

Niemand sei "aus dem Boot gefallen", sagt Sandra Richter

Durch die neuen Herausforderungen der Digitalität seien viele Mitarbeiter*innen im Archiv zusätzlich verunsichert: "Bin ich langfristig überhaupt richtig ausgebildet? Werde ich noch gebraucht?", das seien die Fragen die sich viele stellten, so Richter.

Trotzdem habe sie nicht das Gefühl, auf dem Weg der Umstrukturierung seien bisher Mitarbeiter*innen "aus dem Boot gefallen", ist Richter überzeugt. Dies sei nun eben die Herausforderung für jeden, sich in dem Wandel konstruktiv und zukunftsweisend einzubringen.

Forschen trotz Corona Marbach und die Forscher aus der ganzen Welt

Marbach am Neckar ist zwar klein, das Literaturarchiv aber riesig. Normalerweise trifft man hier die halbe Forscherwelt. Doch auch das Archiv war während der Pandemie geschlossen. Nun kommen die ersten internationalen Forscher wieder.  mehr...

Kunst Sandra Richter, Literaturarchiv Marbach über „Das Rudel“ von Joseph Beuys

Hier kommt nun ein ganzes „Rudel“ ins Museum: Joseph Beuys Installation „Das Rudel“ aus der „Neuen Galerie“ in Kassel. Sandra Richter, die Direktorin des „Deutschen Literaturarchivs“ in Marbach, hat diese Arbeit für unsere Serie #imaginäresmuseum ausgesucht. Die bei Beuys typischen, im Weltkrieg für ihn überlebenswichtigen Materialien Fett und Filz sind hier kombiniert mit zahlreichen Schlitten und einem VW-Bus. Für Sandra Richter zeigt diese Installation, wie schnell auch wir selber wieder zum Rudel werden können.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
INTERVIEW