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Online-Lesungen und ein Popup-Store in Stuttgart

Wie Kometengruppen stehen die unabhängigen Verlage für das „Strahlende und Leuchtende, das Unbekannte und Funkelnde“ in der Literatur, sagt Stefanie Stegmann, die Leiterin des Literaturhauses Stuttgart. Unter dem Motto „Kometenparade“ präsentiert das Literaturhaus ab dem 4. Dezember 40 unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, bei Online-Lesungen und in einem Popup-Store im Literaturhaus.

Unabhängige Verlage als Entdecker neuer Autor*innen

„Wagemut und Entdeckerlust“ seien weiterhin das Standbein der unabhängigen Verlage. Wenn diese Debüts herausbrächten und Nischen-Themen besetzten, führe das auch oft dazu, dass die neue Autor*innen und die neuen Themen dann in einem nächsten Schritt bei größeren Verlagen landeten und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt würden. Schon deswegen sei es so wichtig, den kleinen unabhängigen Verlagen eine Bühne zu bieten, so Stefanie Stegmann.

Gespräch Gemeinsam gegen Amazon: Freie Bahn für gemeinsamen Vertrieb von Osiander und Thalia

Hauptkonkurrenten der großen Buchhandlungen in Deutschland seien nicht andere Buchhändler*innen, sondern multinationale Online-Konzerne wie Amazon, sagt Christian Riethmüller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Osiander GmbH, in SWR2. Aufgrund der großen Investitionen, die sie tätigen könnten, hätten sie einen Vorsprung vor deutschen Buchhändler*innen. Das Bundeskartellamt hat am 19. November 2020 eine Kooperation der Buchhandlung Osiander mit dem Marktriesen Thalia genehmigt.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Klimakrise in der Literatur - Erstes Internationales Climate Fiction Festival

Was kann ich als Einzelne*r tun gegen die Klimakrise? Und was bringt es, wenn ich extra mein ganzes Leben für das Klima umkremple? Diese Fragen können umweltbewusste Menschen umtreiben und vielleicht sogar hindern, ihr Leben klimafreundlicher zu gestalten. Dabei gehe es nicht um die Schuldfrage des Einzelnen, denn die Klimakrise sei ein politisches Problem, sagt der Literaturkritiker Martin Zähringer. In der Literatur könne man lernen, wie man ein bisschen Distanz zu diesem Schuldkomplex gewinnen kann. In SWR2 Am Morgen empfiehlt Zähringer dafür Bücher unter anderem von Helene Bukowski und Roman Ehrlich. Climate Fiction stelle oft dar, was uns in der Klimakrise erwartet. Diese Literatur gäbe ein globales Lagebild der Klimakrise und „zwar aus der Sichtweise verschiedener Klimakulturen“.
In Berlin findet vom 4.-6.12. das erste Internationale Climate Fiction Festival statt. Es stellt Bücher vor, die sich mit dem brennenden Thema unserer Zeit befassen: der Klimakrise. Martin Zähringer ist der künstlerische Leiter des Festivals. Als Literaturkritiker schreibt er seit vielen Jahren über das Thema Cli Fi.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

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