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Sibylle Lewitscharoff von einer ganz neuen Seite: Mit „Flieger, Krabbler, Kriechlinge” hat die Büchner-Preisträgerin ein Essay über Sechsbeiner zwischen Schönheit und Schrecken geschrieben, collagiert und gezeichnet.

Den Umgang mit den ganz großen, den letzten Dingen des Menschseins scheut Sibylle Lewitscharoff keineswegs: Der Tod, sagt sie, ist ihr ein Lebensthema. Dantes „Göttlicher Komödie“ - und damit der Frage nach dem Jenseits und wie es beschaffen sein könnte - widmete sie einen Roman.

Blick in Sibylle Lewitscharoffs Buch „Flieger, Krabbler, Kriechlinge“  (Foto: SWR)
Blick in Sibylle Lewitscharoffs Buch „Flieger, Krabbler, Kriechlinge“

Aber Sybille Lewitscharoff hat auch ein Faible für das Klitzekleine. Die Wahlberlinerin aus Stuttgart, die sich selbst frohgemut als „Zwangsneurotikerin“ bezeichnet, schreibt mit spitzem Stift in kleine Heftchen.

Preziosen im Vokabelheftformat

Collagiert, schraffiert und zeichnet Preziosen im Vokabelheftformat. Kunst? Die Trägerin des Büchner-Preises 2013 wehrt ab: „Ach was! Höchstens schwäbischer Frauenfleiß…“ Ob das so stimmt? Kunscht! macht sich ein eigenes Bild…

Buchkritik Sibylle Lewitscharoff - Von oben

Sibylle Lewitscharoffs neuer Roman schaut auf Berlin – aus der Perspektive eines verstorbenen Philosophieprofessors, der als Geist in der Stadt herumschwebt und den Menschen beim Leben zusieht. Ihm selbst ist nichts geblieben – außer einer großen Meinungsfreude, an der er die Leser dampfplaudernd teilhaben lässt.
Rezension von Wolfgang Schneider.

Suhrkamp-Verlag
ISBN 978-3-518-42893-1
240 Seiten
24 Euro  mehr...

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