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„schrift für blinde riesen“ – Lutz Seiler über seine neuen Gedichte

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Katharina Borchardt

Über seinen neuen Gedichtband „schrift für blinde riesen“ spricht Lutz Seiler mit SWR2 Literaturredakteurin Katharina Borchardt.

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Lutz Seiler schreibt wieder Gedichte! Elf Jahre sind seit seinem letzten Lyrikband vergangen. Unterdessen hat der aus Gera stammende Autor mit "Kruso" und "Stern 111" zwei preisgekrönte Romane geschrieben, die von den Wendejahren erzählten.

Auch in seinem nun erschienenen vierten Gedichtband "schrift für blinde riesen" geht Seiler zurück ins Thüringische, wo er aufgewachsen ist. In immer neuen Annäherungen beschreibt er, wie "unser sprechen einmal diese frage nahm / wo mein eignes schmales erdreich ankern kann".

Aufzeichnung vom 25. Januar 2022 im Literaturhaus Stuttgart

Buchkritik Lutz Seiler – schrift für blinde riesen

Lutz Seilers Gedichtband „schrift für blinde riesen“ enthält überraschende, komplexe und dann wieder sehr anschauliche Lyrik, die Vergangenes im Gegenwärtigen aufscheinen lässt, die das Banale in kunstvolle Bildsprache verwandelt und die auch nicht vor hymnischen Beschwörungsformeln zurückschreckt. Die Pandemie ist genauso Thema wie die Aufklärung, das Lernen und literarische Schreiben. Es geht um den Menschen in der Natur und seine Verstrickungen in familiären und gesellschaftlichen Beziehungen. Ein rundum gelungener Gedichtband, auch weil Form und Inhalt kongenial zusammenkommen.
Rezension von Carsten Otte.
Gedichte
Suhrkamp Verlag, Berlin 2021, 112 Seiten, 24 Euro
ISBN: 978-3-518-43000-2  mehr...

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lesenswert mit Denis Scheck Lutz Seiler - ein Besuch im Peter Huchel-Haus

Lutz Seiler, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, blieb im Herzen immer Lyriker. Nach elf Jahren hat er wieder einen Gedichtband vorgelegt: „schrift für blinde riesen“. Ein Grund für Denis Scheck, ihn in Wilhelmshorst bei Berlin zu besuchen. Lutz Seiler lebt dort im Peter Huchel-Haus, das im Jahr 1997 als Literaturhaus gegründet wurde und dessen Leiter er seither ist. Lutz Seiler erzählt von Peter Huchel, einem der wichtigsten Schriftsteller der Nachkriegszeit, seine Verbundenheit zu ihm, obwohl er ihn nie kennen lernte, die Geschichte des Hauses und den Peter Huchel-Preis.  mehr...

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Buchkritik Lutz Seiler - Stern 111

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Rezension von Theresa Hübner.

Suhrkamp Verlag
ISBN 978-3-518-42925-9
528 Seiten
24 Euro  mehr...

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