Sachbuch

Sara Weber über die Zukunft der Arbeit: So arbeiten, wie wir wirklich wollen

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INTERVIEW
Marie Gediehn

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Durch die Pandemie ist der Stress noch mal gestiegen

Auch wenn durch die Corona-Pandemie sich in der Arbeitswelt vieles änderte und zum Beispiel das Home Office zur Regel wurde – besser sei es dadurch nicht geworden, findet die Journalistin und Autorin Sara Weber im Gespräch mit SWR2: „Durch die Pandemie ist der Stress noch mal gestiegen, noch mehr Menschen fühlen sich gestresst, sind angespannt, denken ständig über die Arbeit nach“ .

Nicht nur im Büro, sondern auch in Pflegeberufen oder in der Gastronomie hätte sich das Arbeiten verändert; viele Menschen hätten ihre Arbeit aufgegeben, sagt Weber: „Schlechte Bezahlung, fehlende Wertschätzung und Erschöpfung haben dazu geführt, dass sie sich gefragt haben: Will ich noch so arbeiten?“

Es geht um ein kollektives Aushandeln beruflicher Verbesserungen

In ihrem Buch „Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?“ entwirft Sara Weber ein Szenario für die Arbeitswelt der Zukunft. Dabei gehe es nicht nur um individuelle Verbesserungen – mehr Yoga, mehr Entschleunigung – sondern auch um ein kollektives Aushandeln beruflicher Verbesserungen. Gerade der aktuelle Fachkräftemangel sei hier eine Chance, um Forderungen durchzusetzen.

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Dr. Christian Schmeichel, Chief Future of Work Officer, SAP
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Auf einem Raumschiff fern der Erde sind Menschen und humanoide Roboter zusammen zur Arbeit eingeteilt. Sie alle sind "Die Angestellten". Unvorhergesehene Ereignisse lassen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen und die Gewalt eskalieren. Olga Ravns Kurzroman ist avantgardistische Science Fiction, die fragt, was unser Menschsein in Zukunft überhaupt noch ausmacht.
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