Lyrik | Peter-Huchel-Preis 2022

Peter-Huchel-Preis 2022 geht an Dinçer Güçyeter

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Der Autor Dinçer Güçyeter erhält den Peter Huchel-Preis 2022. Das hat die Fachjury heute in Freiburg bekannt gegeben. Der Lyrik-Preis wird alljährlich vom Südwestrundfunk und dem Land Baden-Württemberg für eine herausragende Neuerscheinung in der deutschsprachigen Lyrik vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Dinçer Güçyeter bekommt die renommierte Auszeichnung für seinen Gedichtband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“, der im Elif-Verlag erschienen ist.

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Dinçer Güçyeter ist Lyriker, Verleger, Schauspieler und Theaterregisseur. Sein nun preisgekrönter Gedichtband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“, ist sein vierter Gedichtband. Publiziert wurde er im Elif-Verlag, den der Autor 2012 selbst gegründet hat und dessen Schwerpunkt auf internationaler Lyrik liegt.

In seinen Gedichten schreibt Dinçer Güçyeter vor allem über die Migrationsgeschichte seiner Eltern, die aus der Türkei nach Deutschland kamen. Aber auch über eigene Fremdheits-Erfahrungen. Mal kurz und lakonisch, mal in theatralischen Langgedichten.

Die Jury lobte die Radikalität und den Wortwitz seiner Sprache. Der Autor lebt mit seiner Familie in Nettetal bei Düsseldorf.

Der Peter-Huchel-Preis wird alljährlich vom Südwestrundfunk und dem Land Baden-Württemberg für eine herausragende Neuerscheinung in der deutschsprachigen Lyrik vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und erinnert an den Lyriker Peter-Huchel. Die Auszeichnung soll am 18. Mai in Staufen im Breisgau an Dinçer Güçyeter verliehen werden.

Freiburg

Preis für deutschsprachige Lyrik Dinçer Güçyeter erhält den Peter-Huchel-Preis 2022

Dinçer Güçyeter erhält den Peter-Huchel-Preis 2022 für deutschsprachige Lyrik. Ausgezeichnet wird er für seinen 2021 im Elif Verlag erschienenen Gedichtband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“.  mehr...

Lyrik | Peter-Huchel-Preis 2022 „burlesk, kraftvoll und sehr authentisch“ – Frank Hertweck über die Gedichte des Preisträgers Dinçer Güçyeter

Für Dinçer Güçyeter sei die Herkunftsfrage zentral, sagt Frank Hertweck, SWR-Literaturchef und Geschäftsführer des Huchelpreises. Seine Gedichte bewegten sich zwischen den beiden Heimaten Deutschland und der Türkei. Oft seien es humorvolle Szenen vom Dorfleben in Anatolien, aber auch theatralische Szenen aus dem Strichermilieu in Istanbul. Seine Gedichte seien sehr fantasievoll, burlesk, kraftvoll, pathetisch und sehr authentisch.  mehr...

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