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Heute zählen die Sonette von Louise Labé in Frankreich längst zum Kanon der Literatur. Vor 500 Jahren allerdings sorgten sie für einen handfesten Skandal. Ihre Liebesgedichte waren derart leidenschaftlich, wie man sie bis dahin von einer Frau noch nicht gehört hatte. Während der Reformator Johannes Calvin die Lyrikerin deshalb sogar als Hure beschimpfte, war Rainer Maria Rilke von ihren Sonetten so fasziniert, dass er sie ins Deutsche übertrug. Darüber hat sich Kerstin Bachtler mit dem Romanisten Ulrich Winter unterhalten, der auch aus dem Werk von Louise Labé in original mittelfranzösischer Sprache liest.

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