Zeitgenossen

Nora Bossong: „Literatur ist eine sehr intime Kunst“

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Lukas Meyer-Blankenburg

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Sie gilt als eine der wichtigsten Autorinnen ihrer Generation. Nora Bossongs Roman „Schutzzone“ von 2019 über eine Mitarbeiterin der Vereinten Nationen in Genf machte die 39-Jährige einem breiten Lese-Publikum bekannt. Für den Roman sowie ihr literarisches Werk erhielt sie mehrere Preise. „2020 kam eine frohe Botschaft nach der anderen. Das war mir fast schon etwas peinlich“ sagt Nora Bossong dazu.

„Literatur soll wahrhaftig sein“

Die Vereinzelung während der Corona-Krise machte Nora Bossong trotzdem zu schaffen: „Ich habe es sehr stark gemerkt, auch in meinem Bekanntenkreis. Die Leute haben sich in ihre Kleinstfamilien zurückgezogen und alle anderen fielen hinten über.“ Vergangenes Jahr starb zudem ihr Vater. Der Klang seiner Schreibmaschine weckte in dem Mädchen Nora Bossong einst die Faszination am Schreiben.

„Ich glaube, es geht in der Literatur nicht um das, was wahr ist, sondern um das, was wahrhaftig ist“, so Nora Bossong. Sie gilt als gesellschaftlich engagierte und politische Autorin. Zuletzt äußerte sie sich öffentlich zur Missbrauchsdebatte in der katholischen Kirche.

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