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Neue Nazis in der Literatur. Wer von der Gegenwart erzählt, kommt an den Rechten nicht vorbei

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Deutschland heute: Rechtsradikale sitzen in den Parlamenten. Sie ermorden in Hanau zehn Menschen. Neurechte Verschwörungstheoretiker demonstrieren auf den Straßen. In Polizei und Bundeswehr werden rechte Netzwerke entdeckt. Diskurse haben sich nach rechts verschoben, und nicht nur die Sprache ist gewalttätig geworden.

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Literatur, die sich mit der Gegenwart und ihren Konflikten beschäftigt, kommt an rechten Strömungen, Haltungen, Moden und Taten nicht vorbei.

Wie reagieren Autor*innen und Romane bei uns auf den Rechtsruck - und wie in europäischen Nachbarländern? Denn die Neue Rechte ist nicht nur ein deutsches Problem.

(DLF Kultur 2020)

Buch der Woche Moritz von Uslar - Nochmal Deutschboden

Rechtsaußen in der brandenburgischen Provinz: Uslars literarische Reportage zeigt drastisch, wie sich Deutschland in den letzten zehn Jahren politisch verändert hat. Ein ebenso dringliches wie nachdenkliches Buch.  mehr...

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Gespräch Cihan Acar - Hawaii

Kemal hat Mist gebaut: Bei einem illegalen Autorennen hatte er einen Unfall. Mit der Karriere als Profifußballer in der Türkei ist es vorbei. Deshalb kehrt Kemal in seine Heimatstadt Heilbronn zurück, besucht Eltern und Freunde, geht in die Moschee und in die Disco – und sucht nach Plan B. Cihan Acar erzählt in „Hawaii“ die anrührende Coming-of-Age-Geschichte eines jungen Mannes: ein überraschend humorvoller Text und zugleich eine Liebeserklärung an die Stadt Heilbronn.
Der Autor Cihan Acar im Gespräch über seinen Roman „Hawaii“!

Verlag Hanser Berlin
ISBN 978-3-446-26586-8
256 Seiten
22 Euro  mehr...

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Buch der Woche Ingo Schulze - Die rechtschaffenen Mörder

Ingo Schulze erzählt von dem ostdeutschen Antiquar Norbert Paulini, der sich in der DDR als Dissident feiern ließ und der nach der deutschen Einheit zum rechtsradikalen Eigenbrötler wird.  mehr...

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Gespräch Verlag S. Fischer trennt sich von Monika Maron: Keine „Cancel Culture“, sondern Transparenz

Nach fast 40 Jahren der Zusammenarbeit trennt sich der S.Fischer-Verlag von der Autorin Monika Maron. Das sei jedoch kein Fall von „Cancel Culture“, so SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte. Schon deshalb nicht, weil der Verlag deutlich gemacht habe, dass die bei S. Fischer von Monika Maron veröffentlichten Bücher auch weiterhin erhältlich sein sollten.
Ebenso klar habe das Verlagshaus aber kommuniziert, dass man mit anderweitigen Publikationstätigkeiten von Maron nichts zu tun haben wolle. So hatte Maron in der Reihe „Exil“ einen Essayband in der Edition Buchhaus Loschwitz veröffentlicht. Man könne nicht bei S. Fischer und gleichzeitig im Buchhaus Loschwitz publizieren, das mit dem Antaios Verlag kooperiere, hatte es dazu vonseiten des S. Fischer Verlags geheißen.
Hinter dem Antaios-Verlag steht Götz Kubitschek. Der Verleger gilt als Theoretiker und Publizist der Neuen Rechten. Wegen ihrer islamkritischen Äußerungen und ihren politischen Positionen, die wahlweise als konservativ oder als rechts bezeichnet werden, steht die Schriftstellerin immer wieder in der Kritik.
Ungeachtet dessen gehöre Monika Maron zu den wichtigsten literarischen Stimmen in Deutschland, so SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte. Bei allen Stärken hätten ihre letzten Bücher aber auch Schwächen gehabt, zum Beispiel wenn sie Ressentiments allzu ungebrochen dargestellt habe. Dennoch sei sie eine so prominente Autorin, dass sie sicher einen neuen Verlag bekommen werde. Es bleibe nur zu hoffen, dass es sich nicht um den Antaios Verlag handeln werde.  mehr...

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Buchkritik Cécile Wajsbrot - Zerstörung

Viel ist von Sonnenfinsternis, Dunkelheit und Schatten die Rede in Cécile Wajsbrots jüngstem Roman. Eine unheimliche Diktatur hat sich des Landes bemächtigt. Hoffnung spendet allein die Literatur. Rezension von Angela Gutzeit. Übersetzung aus dem Französischen von Anne Weber Wallstein Verlag ISBN 978-3-8353-3610-0 230 Seiten 20 Euro  mehr...

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