Buchstaben-Späne fallen aus einem Bleistiftspitzer (Foto: Imago, PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Skopein 11960020)

Buchbesprechungen

Neue deutsche Literatur

STAND

In SWR2 werden die wichtigen Neuerscheinungen aus dem Bereich neue deutsche Literatur in Buchkritiken und Gesprächen vorgestellt.

Buchkritik Tribunale – „NSU-Komplex auflösen“, hrg. vom Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“

Der NSU-Komplex, das Netzwerk Rechtsradikaler, das den NSU erst ermöglichte, blieb unaufgeklärt. Licht in dies Dunkel zu bringen, hat sich das Buch 'Tribunale'  zum Ziel gesetzt, herausgegeben vom Aktionsbündnis ' NSU-Komplex auflösen' . 
Rezension von Anselm Weidner.
Verlag Assoziation A, 304 Seiten, 16 Euro
ISBN 978-3-86241-486-4  mehr...

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Buchkritik Angelika Klüssendorf – Vierunddreißigster September

Ein Dorf im Osten stirbt – und seine Toten treffen sich im Jenseits. Sie beobachten die verbliebenen Bewohner, ihre Sehnsüchte und Träume. Ein Panoptikum aus Einsamen und Verbitterten, Säufern und Kranken. Gegenwart und Vergangenheit des Dorfes, Wut, Apathie und Hoffnung, gezeichnet an einer Fülle von Figuren. Ein leider nicht ganz überzeugender Dorfroman über den Osten der Nachwendezeit.
Rezension von Anja Brockert.
Piper Verlag, 224 Seiten, 22 Euro
ISBN: 978-3-492-05990-9  mehr...

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Buchkritik Ariane Koch - Die Aufdrängung

Ein Gast – ungewollt, aber nicht mehr abweisbar. Er ist der Gegner der Ich-Erzählerin in Ariane Kochs Roman „Die Aufdrängung“. Er isst Mandarinen und hat irgendwann einen felligen Körper. Ein Rätsel, ein Sprachbild, dass den Roman sehr reizvoll macht.
Persönliche Empfehlung von Alexander Wasner.
Edition Suhrkamp, 179 Seiten, 14 Euro
ISBN: 978-3-518-12784-1  mehr...

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Buchkritik Nils Melzer - Der Fall Julian Assange. Geschichte einer Verfolgung

Im Jahr 2010 soll Julian Assange in Schweden zwei Frauen zum Sex gezwungen haben. So jedenfalls lautete die Anklage gegen den prominenten Whistleblower, die schon bald erhoben wurden, nachdem er Videos geleakt hatte, in denen US-Soldaten auf irakische Zivilisten schießen. Assange verschanzte sich daraufhin jahrelang in der ecuadorianischen Botschaft in London. Dass die Vorwürfe gegen Julian Assange politisch motiviert waren, zeigt jetzt Nils Melzer, UNO-Sonderberichterstatter für Folter, in seinem Buch "Der Fall Julian Assange".
Rezension von Thomas Moser.
Piper Verlag München 2021, 336 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-49207-076-8  mehr...

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Buchkritik Jenny Erpenbeck – Kairos

Kairos, das ist der Gott des glücklichen Augenblicks. Einen solchen erleben Katharina und Hans 1986 in Ost-Berlin, als sie sich kennenlernen. Die 34 Jahre Altersunterschied scheinen sie nicht zu stören. Sechs Jahre lang kommen sie nicht voneinander los, während sich die DDR im Niedergang befindet. Jenny Erpenbecks „Kairos“ stellt die Erzählung der Wiedervereinigung als historischen Glücksmoment in Frage – dafür muss man beim Lesen viel amourösen Pathos aushalten.
Rezension von Kristine Harthauer.
Penguin Verlag, 384 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-328-60085-5  mehr...

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Buchkritik Maxim Biller – Der falsche Gruß

Ein Schriftsteller macht den Hitlergruß, er weiß selbst nicht genau warum. Die Suche nach den Ursachen führt tief in die deutsche Seele – Maxim Billers schmale Erzählung hat das Zeug, unser historisches Selbstverständnis gründlich durcheinanderzuwirbeln.
Rezension von Philipp Theisohn.
Kiepenheuer & Witsch Verlag, 128 Seiten, 20 Euro
ISBN: 978-3-462-00082-5  mehr...

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Buchkritik Michael Köhlmeier Matou

Ein Katze hat sieben Leben – und Michael Köhlmeier erzählt sie alle, in seinem großen Roman über den Kater Matou. Von der Französischen Revolution bis zu Andy Warhol, der charismatische Kater war immer dabei.
Rezension von Jerome Jaminet.
Hanser Verlag, 960 Seiten, 34 Euro
ISBN 978-3-446-27079-4  mehr...

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Buchkritik Natascha Wodin - Nastjas Tränen

Nastja arbeitet in den 1990er Jahren als Putzfrau in Berlin. In Kiew war sie einst Tiefbauingenieurin, doch damit kann sie ihre Familie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr ernähren. Als Illegale in Berlin verdient sie besser, gerät aber auch in gefährliche Abhängigkeiten. In „Nastjas Tränen“ erzählt Natascha Wodin von Heimatlosigkeit und moderner Leibeigenschaft.
Rezension von Katharina Borchardt.
Rowohlt Verlag, 192 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3498002602  mehr...

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Buchkritik Hanns Cibulka - Sanddornzeit. Tagebuchblätter von Hiddensee

Literaturinsel Hiddensee! Schon Lutz Seilers Roman „Kruso“ spielte auf der langen, schmalen Ostseeinsel, und auch Hanns Cibulkas Tagebuch „Sanddornzeit“ führt nach Hiddensee. Wiederentdeckung eines Textes von 1970 und des bemerkenswerten DDR-Autors Hanns Cibulka selbst.
Rezension von Jan Röhnert.
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Sebastian Kleinschmidt
Matthes & Seitz Verlag, 86 Seiten, 18 Euro
ISBN 978-3-95757-864-8  mehr...

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