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In über 30 Jahren als Naturfotograf ist Markus Mauthe zum Zeitzeugen globaler ökologischer Veränderungen geworden. Mit seinem Buch „Allein kann ich die Welt nicht retten“ ruft er zum Handeln auf!

„30 Jahre lang habe ich die Liebe meines Lebens begleitet: Die Natur mit meiner Kamera. Ich habe ihr dabei auch 30 Jahre lang beim Sterben zugesehen. Im Laufe der Jahre konnte ich das immer schwerer verkraften.“

(Markus Mauthe)

„Der Mensch ist eindeutig ein Erfolgsmodell. Was ihm aber komplett fehlt und zwar von Anfang an, ist das Gefühl für Nachhaltigkeit, für ein Gleichgewicht in den Kreisläufen des Lebens. Wegen dieses Fehlers tobt auf diesem Planeten ein Krieg zwischen den Menschen und der übrigen Natur.“ Das schreibt Markus Mauthe in seinem neuen Buch „Allein kann ich die Welt nicht retten“.

Buch Umweltschützer und Fotograf: Markus Mauthes Buch „Allein kann ich die Welt nicht retten"

Motiv aus dem Buch von Markus Mauthe: „Allein kann ich die Welt nicht retten” (Foto: Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck )
„Bei diesem Bild stehe ich auf einem dringend benötigten Rohstoff für die Energiewende, Lithium, das momentan noch in Batterien verbaut wird.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Die Hände von zwei sehr nahen Verwandten. Warum tötet der eine den anderen?“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
Die Enawenê-Nawê sind ein kleines Volk im Amazonasgebiet. „Früh morgens, wenn der Tag anbricht, sammeln sich die Männer um das wärmende Feuer und warten auf das Ritual, das die bösen Geister vom Dorf fernhalten soll.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„In solchen Momenten überkommt mich große Dankbarkeit, dass es mir vergönnt war, zu reisen. Ich habe die Schönheit unseres Planeten mit allen Sinnen spüren dürfen und kann dies auch weiterhin tun.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Der Eisverlust in Grönland hat sich seit den 80er Jahren mehr als versechsfacht.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Natürlich gehört zu jedem Selbstporträt ein gewisses Maß an Eitelkeit. Keiner will sich unvorteilhaft auf Bildern sehen. Bei dieser Statue, die irgendwo in den Weiten der mongolischen Steppe stand, konnte ich nicht widerstehen.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Schon am allersten Tag war ich wie verzaubert von diesem Ort. Die Fazenda Almada, eine Kakaofarm an der brasilianischen Atlantikküste. Irgendwie schien hier alles wie aus der Zeit gefallen.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Immer wieder ein Highlight meiner Arbeit. Das Übernachten unter freiem Himmel. Hier haben wir einen Berg im Norden Botswanas bestiegen, um am nächsten Morgen den Sonnenaufgang zu erleben.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Diese Begegnung mit dem Äffchen hatte ich Auge in Auge direkt auf dem Waldboden. Nach einem Augenblick war der kleine Kerl wieder weg. Man sieht sehr schön, warum die Tiere Löwenäffchen genannt werden.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Als billiger Rohstoff in unzähligen Produkten unseres täglichen Lebens heißbegehrt, zerstört der Anbau der Ölpalme endlose Flächen artenreichen Regenwaldes und beschleunigt die Klimakatastrophe.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Immer mehr Feuer brennen in den Randbereichen des Amazonas. Ausbleibende Regenfälle und Brandrodung sind gefährliche Partner.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
Was bleibt, ist totes Land und Asche. Es wird sehr lange dauern, bis hier das Leben wieder in Vielfalt erblüht. (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
„Die Nacht im Schlafsack, auf den Dünen am Rande der Wüste Gobi in der Mongolei, belohnte mich mit tollen Lichtstimmungen. Der Sand, den mir unablässige Windböen in Mund und Nase geblasen haben, bleibt auch unvergessen.“ (Markus Mauthe) Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen
Markus Mauthes Buch „Allein kann ich die Welt nicht retten” erscheint am 27.10.2020 bei Knesebeck. Copyright: Markus Mauthe/Knesebeck Bild in Detailansicht öffnen

Es klingt wie ein Hilferuf, ist es auch! Nach zahlreichen Bildbänden schreibt der Fotograf aus Friedrichshafen in diesem Buch erstmals ausführlich über seine Erfahrungen als Umweltaktivist – seit 2003 ist er für die Umweltschutzorganisation Greenpeace im Einsatz. In über 30 Jahren wurde er Zeitzeuge globaler Umweltveränderungen, die ein „weiter so“ nicht zulassen. „Es ist fünf nach zwölf. Wir müssen jetzt handeln, und zwar nicht mehr mit Ausreden, sondern mit all unserer Kraft, mit all unserem Mut, mit unserer Liebe. Mit all dem, was wir haben.“ Kunscht! hat Markus Mauthe in seiner Heimat in Friedrichshafen am Bodensee getroffen.

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