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In ihrem Debütroman „Identitti“ geht die Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Mithu Sanyal der Frage nach, was der Kern von kultureller und sexueller Identität ist.

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Die Professorin mit der erlogenen Identität

Die Professorin Saraswati lehrt an der Uni Düsseldorf zu Rassismus, Identitätspolitik, und Postkolonialismus - ihre Kurse sind beliebt wie ein Popkonzert, sie wird von ihren Studierenden angebetet wie eine Göttin. Die Frau mit den indischen Wurzeln wirft auch mal Studierende, die nicht weiß sind, aus ihrem Seminar.

Bis es zum Skandal kommt: Saraswati ist eine weiße Frau, geboren als Sarah Vera Thielmann in Karlsruhe. Besonders ihre beste Studentin, Nivedita trifft das hart. Nicht nur ihr Verhältnis zu Saraswati wird dadurch erschüttert, auch ihr Verhältnis zu sich selbst.

Kann man über Erfahrungen sprechen, die man nicht gemacht hat?

In ihrem Debütroman „Identitti“ entfaltet Mithu Sanyal in atemlosen und poppigen Tempo einen Schlagabtausch zwischen Saraswati und Nivedita. Kann die eigene Herkunft so fluide sein wie das eigene Geschlecht? Kann Saraswati in der Theorie über Erfahrungen sprechen, die jemand wie Nivedita, die eine Person of Color ist, erlebt hat?

Audio: Gespräch mit der Autorin Mithu Sanyal über „Identitti“

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Ein Roman voller Liebe, Pop und Intelligenz

Mithu Sanyal betrachtet diese Frage von allen Seiten. „Identitti“ ist dabei nicht akademisch oder trocken. Es geht schließlich nicht allein um die Theorie, es geht um echte Lebenswelten, die man manchmal nur aushält, indem man über ihre Absurdität lacht.

Dem Hass auf Debatten um Identitätspolitik und Rassismus oft ausgesetzt sind, hält Mithu Sanyal mit ihrem Roman hunderte Seiten voller Liebe, Pop und Intelligenz entgegen.

Gespräch „Unbequem, sich dem eigenen Rassismus zu stellen“: Sharon Dodua Otoo hält Klagenfurter Rede zur Literatur 2020

„Ich wundere mich, dass der Literaturbetrieb nicht offener ist“, sagt die Autorin Sharon Dodua Otoo in SWR2. In ihrer Rede zur Literatur beim Bachmann-Wettbewerb 2020 mit dem Titel „Dürfen Schwarze Blumen Malen?“ setzt sich die Autorin mit der Erfahrung von Schwarzen Menschen in einer weißen Mehrheitsgesellschaft auseinander.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Hörbuch Unbequem: Alice Hasters über Rassismus

Über Rassismus redet niemand gerne – auch nicht die, die es betrifft. Aber nun ist Schluss mit Schweigen und Alice Hasters hat Einiges zu erzählen: Von der unbedachten Frage bis zur absichtlichen Demütigung ist alles dabei. Schonungslos, und sachlich liest sie ihre eigene Geschichte. Ein Hörbuch, das berührt, Fragen aufwirft und vor allem klarmacht: Wir haben ein Rassismus-Problem. Das kann nach diesem Hörbuch niemand mehr leugnen.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Kulturmedienschau Vier weiße Freunde finden Rassismusdebatte „nervig“ – Shitstorm für Talkshow #DieletzteInstanz | 1.2.2021

Die WDR Talk-Show „Die letzte Instanz“, moderiert von Steffen Hallaschka, sorgte mit der am 29. Januar 2021 ausgestrahlten Sendung für eine große Kontroverse in den sozialen Medien. Die geladenen Gäste aus dem Show-Business — darunter keine von Rassismus Betroffenen, keine People of Color — diskutierten recht einhellig am Beispiel der sogenannten „Zigeunersoße“, wie sehr politische Korrektheit ihrer Ansicht nach überzogen wird. Inzwischen entschuldigten sich sowohl der Sender als auch einige der Beteiligten.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Porträts Lernen Sie die Kulturfrauen im Südwesten kennen!

Sie leiten Ausstellungshäuser, Kulturzentren und Archive, sind Meisterinnen auf ihrem Instrument, Designerinnen, Choreografinnen und sind — nicht nur am internationalen Frauentag — Vorbild für andere Frauen und Männer. Sie sind Netzwerkerinnen, forschen, setzen außergewöhnliche Konzepte um und sind kreativ – sie sind Kulturfrauen im Südwesten. In der Reihe #Kulturfrauen präsentiert SWR2 die spannenden Biografien dieser Frauen, die das Kulturleben in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausmachen und bereichern. Entdecken Sie die #Kulturfrauen auch bei Facebook, Instagram und Twitter!  mehr...

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