STAND
INTERVIEW

„Es gibt eine Fülle von Gegenwartsliteratur, die uns trainieren kann, präzise die Realität wahrzunehmen, die eigenen Beobachtungen zuzulassen und zu reagieren“, so der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer in SWR2 anlässlich der Online-Diskussion „How dare you“ am Tübinger Weltethos-Institut, die sich mit sinnvollen Formen gesellschaftlicher Prognostik beschäftigen soll.

Audio herunterladen (5 MB | MP3)

Insbesondere die Literatur könne dabei eine größere Rolle spielen, so Wertheimer über die Diskussion zum Zitat von Umweltaktivistin Greta Thunberg, an der auch Carla Reemtsma von der Bewegung „Fridays for Future“ und der Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker vom Club of Rome teilnehmen.

Der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Jörg Carstensen)
Der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer Jörg Carstensen

Literatur könne Gefahrenmomente des Zusammenlebens teilweise bereits Jahrzehnte zuvor erspüren und kenntlich machen, wie die großen dystopischen Romane von Orson Welles oder Aldous Huxley zeigten. Aber auch Gegenwartsromane wie „Herkunft“ von Sasa Stanisic, „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq oder „2084“ von Bouelem Sansal seien geeignet, um Erinnerungstechniken, präzise Beobachtungen und Reaktion für die Bewältigung von Krisen zu trainieren.

Buchkritik Jürgen Wertheimer - Europa - eine Geschichte seiner Kulturen

Jürgen Wertheimer beschwört die Vielfalt der europäischen Vergangenheit. Rezension von Konstantin Sakkas. Penguin Verlag ISBN 978-3-328-60063-3 624 Seiten 26 Euro  mehr...

SWR2 lesenswert Kritik SWR2

Buchkritik Cécile Wajsbrot - Zerstörung

Viel ist von Sonnenfinsternis, Dunkelheit und Schatten die Rede in Cécile Wajsbrots jüngstem Roman. Eine unheimliche Diktatur hat sich des Landes bemächtigt. Hoffnung spendet allein die Literatur. Rezension von Angela Gutzeit. Übersetzung aus dem Französischen von Anne Weber Wallstein Verlag ISBN 978-3-8353-3610-0 230 Seiten 20 Euro  mehr...

SWR2 lesenswert Kritik SWR2

SWR2 Zeitgenossen Ernst Ulrich von Weizsäcker, Naturwissenschaftler und Politiker

Sein Vater Carl Friedrich galt als letzter Universalgelehrter Deutschlands, der Onkel Richard als idealer Bundespräsident. Doch Ernst Ulrich von Weizsäcker muss sich hinter beiden nicht verstecken: Als Wissenschaftler, Hochschulrektor, Gründer des "Wuppertal-Instituts für Umwelt und Energie" und Vater der Öko-Steuer hat er in Politik und Gesellschaft viel bewirkt. Im Gespräch erzählt er von seiner Käfer-Zucht als Kind, der Arbeit als Berater für die chinesische Regierung, der Etablierung der Umweltwissenschaft - und schätzt die Chancen ein, die Klimakrise der Erde friedlich zu meistern.  mehr...

SWR2 Zeitgenossen SWR2

STAND
INTERVIEW