Literatur aus der Ukraine

„Milizschule September 2014“ von Serhij Zhadan

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Serhij Zhadan zählt zu den bekanntesten literarischen Stimmen in der Ukraine. Der 1974 in der Ostukraine geborene Schriftsteller hat selbst den Krieg im Donbass erlebt und literarisch verarbeitet. Seit 2014 in seiner Heimat die Kämpfe begannen, hat Serhij Zhadan sich bei sozialen Projekten eingebracht und in unzähligen Auftritten versucht, den Menschen seines Landes Mut zuzusprechen.

In seinen Gedichten fasst er das Unsagbare der Kriegsschrecken in magische Bilder – verwandelt Grauen in Schönheit. Damit gibt er eine eindringliche Antwort auf die berechtigte Frage, was Literatur in Kriegszeiten denn zu bewegen vermag – welche Rolle der Literatur zukommt, wenn Fassungslosigkeit, Angst und Verzweiflung die Menschen ergreift, wie derzeit die Ukrainerinnen und Ukrainer in ihrem umkämpften Land.

In seinem Gedicht „Milizschule September 2014“ reflektiert Serhij Zhadan Tod und Traumatisierung der Menschen in der Ostukraine.

Gespräch Ukrainische Rapperin Alyona Alyona: „Ich will nicht weggehen“

„Ich habe das Gefühl meine Leute brauchen mich und ich will hier bleiben, ich will nicht weggehen“, sagt die Rapperin Alyona Alyona im Gespräch mit SWR2. Zurzeit befinde sie sich etwa 40 Kilometer von Kiew entfernt bei ihren Eltern. Alyona Alyona, mit bürgerlichem Namen Alyona Olehivna Sawranenko, gehört zu den berühmtesten Musiker*innen der Ukraine. Aber für Musik habe sie gerade keine Zeit. Stattdessen nutzt sie ihre Social Media-Kanäle und ihre Popularität, um zu helfen: Menschen zu informieren über das, was in der Ukraine passiert und „Menschen aus verschiedenen Städten miteinander in Kontakt zu bringen.  mehr...

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Gespräch Die ukrainische Musikerin Viktoriia Vitrenko: „Die Menschen sind vorbereitet auf das Schlimmste“

„In der Ukraine sind alle innerlich vorbereitet auf einen Krieg, aber alle haben auch die Hoffnung, dass es nicht dazu kommen wird“, sagt die ukrainische Sängerin und Dirigentin Viktoriia Vitrenko. Im Grunde würden die Ukrainer schon seit 2014 im Kriegszustand leben. Für die Künstler im Land sei noch alles möglich, Konzerte fänden statt. Viele würden sogar schon für die nächste Saison planen. „Die Menschen brauchen diese Zuversicht, dass noch ein „Morgen“ oder „Übermorgen“ kommt“, so Vitrenko.  mehr...

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Kultur #StandWithUkraine – Solidarität und Entsetzen der Kultur-Szene

Russlands Krieg gegen die Ukraine erschüttert die westliche Welt. Auch die internationale Kulturszene reagiert. Viele Künstler*innen und Institutionen bekunden ihre Solidarität mit der Ukraine, fordern aber auch, den Kontakt zur russischen Kulturszene aufrecht zu erhalten.  mehr...

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