STAND
INTERVIEW

Mit ihrem Fortsetzungsroman „So ist die Welt geworden“ schreibt die österreichische Autorin Marlene Streeruwitz über ihr Leben in der Pandemie. Mit ihrem Schreiben versuche sie, einer bedrohlichen Entwicklung etwas entgegenzusetzen, sagt Streeruwitz im Gespräch mit SWR2.

Audio herunterladen (5,8 MB | MP3)

In dem Roman beschreibt sie einen übergriffigen Paternalismus der politischen Eliten in Österreich.

„Das hat dann einen herablassenden Faktor, der vielleicht dieser Politik immer innegewohnt hat. Wie ja überhaupt alles, was nicht richtig gewesen ist, sich als noch falscher erweist durch die Pandemie. Zum Beispiel die nicht gelöste Frauenfrage, die jetzt dazu führt, dass es Frauen noch einmal schlechter gehen wird.“

Es gebe aber auch die Erfahrung von sehr freundlichem Umgang miteinander, sagt Marlene Streeruwitz.

Sie hätte sich gewünscht, dass Kunst und Kultur viel stärker angefragt worden wären, um sich über die Herausforderungen der Pandemie auszutauschen. Sie versuche als Schriftstellerin „Literatur auch als Technik des Überlebens einzusetzen.“

Am 15. März wird Marlene Streeruwitz mit dem Preis der Literaturhäuser 2020 ausgezeichnet.

STAND
INTERVIEW