Literatur

Literaturnobelpreis für Abdulrazak Gurnah

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Der Literaturnobelpreis 2021 geht an den Schriftsteller Abdulrazak Gurnah - geboren 1948 im Protektorat Sansibar. Es ist seine eigene Geschichte, die seine Romane besonders macht.  Er flieht als 18-Jähriger aus seiner ostafrikanischen Heimat nach Großbritannien. Bis zu seiner Pensionierung lehrt er an der „University of Kent“ Postkoloniale Literatur.

Seine Bücher wie „Das verlorene Paradies“ oder „Donnernde Stille“ haben ein großes Thema: Die Kolonialherrschaft der Briten auf Sansibar. Die Region ist Anfang der 1960er-Jahre von gewalttätigen Unruhen gezeichnet. Eine Zeit, die Gurnah tief prägt.

Ausgezeichnet wird Abdulrazak Gurnah „für seine kompromisslose und mitfühlende“ Darstellung „der Folgen des Kolonialismus“ – sowie der Schicksale von Flüchtlingen „zwischen Kulturen und Kontinenten“. Die Wahl - eine Überraschung und ein politisches Statement. Zehn Romane hat Gurnah bisher veröffentlicht – auf Deutsch derzeit leider nicht lieferbar!

Literatur Der tansanische Autor Abdulrazak Gurnah erhält den Literaturnobelpreis 2021

Der Nobelpreis für Literatur 2021 geht an den tansanischen Schriftsteller Abdulrazak Gurnah "für seine kompromisslose und mitfühlende" Darstellung "der Folgen des Kolonialismus", so der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, Mats Malm, bei der Bekanntgabe  mehr...

Kommentar Vor dem Literaturnobelpreis 2021: Nirgendwo gibt es so viele Besserwisser wie im Literaturbetrieb

Wenn am 7. Oktober 2021 bekannt gegeben wird, wer den diesjährigen Literaturnobelpreis erhält, gibt es sicherlich wieder Kritik und Streit an der Entschiedung. Statt sich aber über all diese Diskussionen und Streitgespräche zu freuen, die der Literaturnobelpreis auslöst, gibt es bis heute eine große und äußerst merkwürdige Sehnsucht nach der absolut richtigen Entscheidung, findet Literaturredakteur Carsten Otte: Wenn schon Nobelpreis, dann soll doch bitteschön die ästhetische Weltgeltung nicht zu beanstanden sein.  mehr...

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