Gespräch

Literaten im Krieg – die Ukraine und ihre Autor*Innen

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„Manche wollen bleiben, andere fliehen, gerade, wenn sie Kinder haben“, sagt die Übersetzerin und Kulturberaterin Claudia Dathe in SWR2 zur aktuellen Situation der Literat*innen in der Ukraine: „Intellektuelle, die bleiben, wird man, wie in Russland, in Lager sperren, einschüchtern oder zur Ausreise zwingen. Man wird versuchen, die intellektuelle Elite zu vernichten.“

Die Demokratiebestrebungen der Ukraine seien vom Westen lange nicht wahrgenommen worden, weil man das Land Russland zugeordnet habe, erklärt Claudia Dathe. Die orange Revolution von 2015 und der Euromaidan – die Proteste von 2013/14 – seien mehr als innerukrainisches Problem angesehen worden. Spätestens die Annexion der Krim hätte der Westen aber als einen Eingriff in die ukrainische Souveränität wahrnehmen müssen, findet Claudia Dathe.

Das Literaturhaus Stuttgart lädt am 14. März ab 19 Uhr zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Ukraine im Krieg“ ein. Mit dabei sind Karl Schlögel, Christian Neef, Tanja Maljartschuk, Viktor Martinowitsch, Sasha Filipenko, Katharina Raabe, Kateryna Stetsevych, Kateryna Mishchenko und Gitte Zschoch. Die Veranstaltung ist ausverkauft, kann aber auf den Seiten des Literaturhauses Stuttgart im Videolivestream verfolgt werden.

Gespräch Ukraine im Krieg - ein literaturpolitischer Abend am 14. März im Literaturhaus Stuttgart

Die Ukraine ist im Krieg – und das Stuttgarter Literaturhaus reagiert sofort. Über die Jahre hat das Haus vielfältige Kontakte zu Autorinnen und Autoren aus Osteuropa geknüpft. Deswegen ist es gelungen, am kommenden Montag (14. März) einen hochkarätig besetzten Ukraine-Abend zu präsentieren.
Mit dabei sind die Osteuropa-Spezialisten Karl Schlögel und Christian Neef. Außerdem so namhafte Autorinnen und Autoren wie Tanja Maljartschuk, Viktor Martinowitsch und Oxana Matiychuk, um nur einige Namen zu nennen.
Auf SWR2 stellt Stefanie Stegmann, die Leiterin des Stuttgarter Literaturhauses, das Programm vor, erzählt von der Stadt Czernowitz, in der sie selbst gelebt hat, und erklärt, wie sich unser Blick auf Osteuropa ändern muss.
Die Karten für den Abend sind bereits vergriffen.
Man kann die Veranstaltung aber auch auf der Homepage des Literaturhauses im Livestream verfolgen. Der Stream ist kostenlos.
https://www.literaturhaus-stuttgart.de/  mehr...

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