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Was ist Heimat? Wie funktioniert Erinnerung? Und was ist so interessant an der Lebensgeschichte eines Bauern aus dem Südschwarzwald? Valentin Moritz hat Episoden aus dem bewegten Leben seines 90-jährigen Großvaters aufgeschrieben und stellt sie neben Ausschnitte seiner eigenen Biografie.

„Früher stritten sich die Kinder darum, wer den größten Misthaufen hat im Dorf“, sagt der Großvater. Für den Enkel geht es in den 90er-Jahren eher um Dinoposter und „Leuchtschuhe mit Klettverschlüssen“.

„Kein Held“ heißt das Buch, eine mit viel Empathie geschriebene Parallelgeschichte, eine literarische Collage, in der sich die große Geschichte in der kleinen spiegelt, Faschismus, Krieg und internationale Politik neben Dorfleben steht, die bäuerliche Großfamilie neben individueller Glückssuche.

Kunscht! stellt die abwechslungsreiche Generationengeschichte vor und hat Valentin Moritz, der seit Jahren in Berlin lebt, in seinem Heimatdorf Niederdossenbach getroffen, zwischen Pferdestall und Marienkapelle.

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