Gedenktafel für Emma Herwegh an ihrem ehemaligen Wohnhaus in Baden-Baden, Sophienstraße 21 (Foto: SWR, SWR - Candy Sauer)

Liebe und Revolution Die Leidenschaften der Emma Herwegh

Emma ist hübsch, gebildet und eine steinreiche Kaufmannstochter. Aber sie liebt den mittellosen schwäbischen Dichter-Rebellen Georg Herwegh, der im Vormärz Demokratie und den Sturz gekrönter Häupter fordert. "Er ist die Antwort auf meine Seele" sagt sie und folgt ihm in die Emigration nach Zürich, Nizza und Paris.

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Sie bringt vier Kinder zur Welt, versucht, mit Georg für die badische Revolution zu kämpfen und lädt Victor Hugo, Franz Liszt, George Sand und Michail Bakunin in ihre politisch-literarischen Salons. Auch in Zeiten bitterer Armut gibt Emma Herwegh nicht auf. Sie bleibt eine kompromisslose Demokratin bis zu ihrem Tod 1904 in Paris.

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