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Lesenswert Quartett mit Denis Scheck

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REDAKTEUR/IN
Anja Brockert
MODERATOR/IN
Denis Scheck

Vier aktuelle Bücher, vier meinungsstarke Leser*innen und ein reger Austausch
Denis Scheck, Insa Wilke, Ijoma Mangold und zu Gast ist dieses Mal die freie Literaturkritikerin Christel Wester
(Aufzeichnung vom 30. November 2022 im historischen E-Werk in Baden-Baden)

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Die freie Literaturkritikerin Christel Wester ist zu Gast im „lesenswert“ Quartett mit Denis Scheck, Insa Wilke und Ijoma Mangold. Ein reger Austausch über Bücher von Angela Steidele, Martin Mosebach, Monika Fagerholm und Max Frischs und Ingeborg Bachmanns Briefwechsel; unterhaltsam, kontrovers, respektvoll und komplex - das macht Lust aufs Lesen.

Martin Mosebach: Taube und Wildente
Das Stillleben „Tote Feldtaube und Wildente“ aus dem 19. Jahrhundert ist das Kunstwerk, das den Verleger Ruprecht Dalandt zwischen Cézanne, Balthus, Utrillo und Corot auf dem Anwesen plötzlich am meisten fasziniert. Auf dem Landsitz in der Provence, auf dem die sich fremdgewordenen Eheleute Dalandt ihren Sommer verbringen, entzündet sich ein Streit über das Bild. Die Frau will es verkaufen, Ruprecht Dalandt sieht darin ein Meisterwerk.
Die Gesellschaft in der sie leben ist bürgerlich dekadent, moralisch anrüchig und die Figuren verstricken sich in fragwürdige amouröse Beziehungen.
Martin Mosebach schreibt im Roman „Taube und Wildente“ über Malerei, Neid, Verrat, Missgunst und Gier.

Monika Fagerholm: Wer hat Bambi getötet
Auf einer Party im eleganten Villenviertel von Helsinki wird eine grausame Tat verübt: Der Gastgeber Nathan, Gusten und deren zwei Freunde haben das Mädchen Sascha im Keller eingeschlossen, sie stundenlang gequält und vergewaltigt.
Unerbittlich legt Fagerholm frei, was sich in dieser Nacht ereignete und welche Folgen die Tat hat: Und auch wenn Schweigegeld bezahlt und Geständnisse abgelegt werden, kann nichts mehr heil werden, weil es keine Sprache gibt für das, was geschehen ist.
Antje Rávik Strubel übersetzte den Roman ins Deutsche.

Angela Steidele: Aufklärung
Angela Steidele erzählt von der Aufklärung aus Sicht der Dichterinnen, Schauspielerinnen, Frauen in Leipzig im 18. Jahrhundert. Dabei verwebt sie Fakten mit Fiktion und behält gekonnt die Gegenwart im Blick.
Dorothea Bach, Tochter von Johann Sebastian Bach, ist empört über die Biographie, seiner Frau Luise, die Johann Christoph Gottsched nach ihrem frühen Tod veröffentlicht. Sie beschließt ihre eigenen Erinnerungen festzuhalten…

Ingeborg Bachmann, Max Frisch: Wir haben es nicht gut gemacht. Der Briefwechsel
Um die Beziehung von Max Frisch und Ingeborg Bachmann ranken sich viele Mythen. Jetzt wurde ihr Briefwechsel, der im Juni 1958 begann, zum ersten Mal veröffentlicht.

„Seit Jahrzehnten sehnt man sich nach diesem Briefwechsel“

Aufzeichnung vom 30. November 2022 im historischen E-Werk in Baden-Baden

Die Diskussionen im Video

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Martin Mosebach schreibt im Roman „Taube und Wildente“ über Malerei, Neid, Verrat, Missgunst und Gier. Das kommt in der Quartett Runde unterschiedlich an...

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Im "lesenswert" Quartett sprechen Christel Wester, Ijoma Mangold, Insa Wilke und Denis Scheck über Monika Fagerholms preisgekrönten Roman "Wer hat Bambi getötet?"

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Um die Beziehung von Max Frisch und Ingeborg Bachmann ranken sich viele Mythen. Jetzt wurde ihr Briefwechsel, der im Juni 1958 begann, zum ersten Mal veröffentlicht.
Ob diese Veröffentlichung tatsächlich ein neues Licht auf die Bachmann- und Frisch-Forschung wirft und die Verknüpfung von Leben und Werk der beiden Literaturgrößen nun neu gedacht werden muss – die „lesenswert“-Quartett Runde ist sich darüber nicht völlig einig…

Literatur Martin Mosebachs neuer Roman: „Zuschauen, wie etwas Schönes zerfetzt wird“

Martin Mosebachs neuer Roman „Taube und Wildente“ handelt von einer reichen Familie in der Provence. Sie hält das Familienerbe hoch, er ist Verleger. Die beiden haben sich auseinandergelebt und Glück längst anderswo gefunden. Doch als Besuch kommt, gerät nicht nur die Ehe in Gefahr. Büchner-Preisträger Martin Mosebach schreibt lässig wie nie.

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Buchkritik Briefwechsel Ingeborg Bachmann und Max Frisch – „Wir haben es nicht gut gemacht.“

Lang erwartet, endlich da: Der Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch ist literaturgeschichtlich hochbedeutsam, berührt die Leser mit filigranen Beschreibungen von Liebesglück und Liebesunheil und erbringt den Beweis, dass Menschen, die wunderbar über Gefühle schreiben können, ihnen trotzdem hilflos ausgeliefert sind.

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