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„Die Werkzeuge der Herrschenden werden das Haus der Herrschenden niemals einreißen“: Damit bringt die Feministin Audre Lorde ein großes Problem im Kampf für Gleichberechtigung auf den Punkt: Die Unterdrückten, die nach den Spielregeln, der Unterdrücker leben, werden ihr Leben niemals verändern.

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Die US-Amerikanerin Audre Lorde — die zwischen 1984 und 1992 regelmäßig in Berlin Station machte — war eine lesbische, Schwarze Feministin und Mutter zweier Kinder. Lorde erfuhr also am eigenen Leib, was es heißt, auf verschiedene Arten unterdrückt zu sein.

In ihren Texten fordert die Dichterin, Wissenschaftlerin und Aktivistin auf, diese Unterschiede als Chancen zu sehen, um kreative Kraft gegen ein ungerechtes System zu finden.

Damit ist sie eine Vorreiterin eines Feminismus, der verschiedene Formen der Unterdrückung in den Fokus stellt. Häufig wird dieser heute als „intersektionaler Feminismus“ diskutiert.

Lordes engagierte sich außerdem maßgeblich für das Entstehen der afro-deutschen Bewegung — mit der Schriftstellerin und Aktivistin May Ayim war sie bis zu ihrem Tod freundschaftlich verbunden.

Zu lesen sind Audre Lordes Analysen in dem Essayband „Sister Outsider“. Mehr als 40 Jahre nach seinem Erscheinen liegt er nun auf Deutsch vor.

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