Literatur

Karlsruher Hermann-Hesse-Literaturpreis für Sasha Marianna Salzmann

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Die Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann 2021 auf der Frankfurter Buchmesse (Foto: IMAGO, STAR-MEDIA)
Die Autor*in Sasha Marianna Salzmann. Am 23. Oktober hält sie in der Frankfurter Paulskirche die Laudatio auf den Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, den ukrainischen Schriftsteller, Übersetzer und Musiker Serhij Zhadan. STAR-MEDIA

Sasha Marianna Salzmann (37) erhält den Hermann-Hesse-Literaturpreis für den Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“. Wie die Jury am 28. September in Karlsruhe mitteilte, gehe Salzmann in dem Buch in bestechenden und einfühlsamen Bildern „mitten hinein in die Dilemmata migrantischer und postmigrantischer Biografien“. Das 2021 veröffentlichte Werk erzähle die Geschichte von Müttern und fremd gewordenen Töchtern aus der Ukraine von den 1970er Jahren bis 2017 und bekomme eine ganz eigene Aktualität.

Der mit 15.000 Euro verbundene Preis soll am 4. November in Karlsruhe verliehen werden.

Salzmann wurde 1985 im russischen Wolgograd geboren, wuchs in Moskau auf, lebt seit 1995 in Deutschland und schreibt, macht Theater und kuratiert. 2017 veröffentlichte Salzmann den Debütroman „Außer sich“, 2021 folgte „Im Menschen muss alles herrlich sein“.

Förderpreis für Steven Uhly

Der Hermann-Hesse-Förderpreis und 5.000 Euro gehen an den Schriftsteller und Übersetzer Steven Uhly für den Roman „Die Summe des Ganzen“. Uhly entfalte eine Geschichte von Kindesmissbrauch, Schuld und Rache in einer Pfarrkirche nahe Madrid, die zumindest einen „Schimmer von Hoffnung“ lasse.

Die Auszeichnungen werden alle zwei Jahre von der Stiftung Hermann-Hesse-Literaturpreis vergeben.

Gespräch Sasha Marianna Salzmann erhält den „Preis der Literaturhäuser“ – Mit dem Herzen in Osteuropa

„Atemlos“ – so nennt die Schriftstellerin Sasha Marianna Salzmann ihren aktuellen Zustand angesichts des Ukraine-Kriegs. Im Gespräch mit SWR2 anlässlich der Verleihung des „Preis der Literaturhäuser“ bei der Leipziger Buchmesse sagt die 1985 in Wolgograd geborene Autorin: „Ich habe seit dem 24. Februar nicht mehr geschlafen.“

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