Literatur

Hermann-Hesse-Preis für Hakan Günday und seine Übersetzerin Sabine Adatepe

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Hakan Günday 2017 bei der "Biennale Democrazia" (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Fotograf: Alessandro Bosio/Pacific Pres)
Hakan Gunday, 1976 auf der griechischen Insel Rhodos als Sohn eines Diplomaten geboren, gilt laut seinem Verlag als "Enfant terrible der jungen türkischen Literatur." Fotograf: Alessandro Bosio/Pacific Pres

Für seine Arbeit über gesellschaftliche Missstände und starke Außenseiter erhalten der türkische Schriftsteller Hakan Günday (45) und seine Übersetzerin Sabine Adatepe in diesem Jahr den Internationalen Hermann-Hesse-Preis. Günday fordere sein Publikum auf, genau hinzusehen und an scheinbar festgeschriebenen Normen zu zweifeln, heißt es nach Angaben der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung vom 18. Mai in der Jury-Begründung. „Dabei ist er eindringlich und provokant in seiner Sprache und zeichnet mit seinen Worten Bilder, vor denen man die Augen nicht verschließen kann.“

Preis mit 20.000 Euro dotiert

Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung soll einem literarischen Werk Anerkennung und Aufmerksamkeit verleihen, das diese aus Sicht der Jury „noch nicht in entsprechender Weise erfahren hat“. Der Preis wird am 2. Juli, Hermann Hesses Geburtstag, in dessen Geburtsstadt Calw verliehen. Die Stiftung verleiht den nach dem Schriftsteller (1877-1962) benannten Preis alle zwei Jahre. Jury-Mitglieder waren in diesem Jahr Dilek Mayatürk-Yücel, Gerhard Meier, J.F.A Oliver, Mahperi Toprakyaran und Selma Wels.

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