Literatur

Haus der Kulturen der Welt: Internationaler Literaturpreis für Spanierin Cristina Morales

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Die spanische Autorin Cristina Morales (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Foto: Horst Galuschka)
Die spanische Autorin Cristina Morales, 1985 in Grenada geboren, auf dem internationalen Literaturfestival Lit.Cologne Foto: Horst Galuschka

Für den Roman Leichte Sprache werden die Autorin Cristina Morales und die Übersetzerin Friederike von Criegern mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Das Haus der Kulturen der Welt (HKW) gab die Entscheidung am 22. Juni in Berlin bekannt.
Der Internationale Literaturpreis wird für Gegenwartsliteraturen in deutscher Erstübersetzung vergeben. Er ist mit 20.000 Euro für die Autorin und 15.000 Euro für die Übersetzerin dotiert und wird vom HKW und der Stiftung Elementarteilchen verliehen. Der Preis ist in Deutschland der einzige, der in Kombination sowohl das Originalwerk als auch die Übersetzung auszeichnet.

Ein poröses Ensemble aus Formen und Figuren. Dieser Roman ist kein Inklusionsmärchen, er ist ein Forderungskatalog.

Leichte Sprache erzähle die Geschichte von vier Frauen, die mit der Diagnose einer geistigen Behinderung in einer betreuten Wohnung im gentrifizierten Barcelona leben, hieß es in der Mitteilung. Es sei eine vielstimmige Ich-Erzählung, ein Gerichtsprotokoll, ein Gesprächsprotokoll, ein Roman in Leichter Sprache, ein Fanzine, schrieb die Jury. Leichte Sprache sei ein Buch aus vielen Stimmen, deren Ton oft rasch umschlage.

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Welche Auswirkungen hatte der baskische Unabhängig- keitskampf seit den 1960er Jahren auf das Leben einfacher Leute in San Sebastián? Darüber lässt sich ein Schriftsteller in Fernando Aramburus „Langsame Jahre“ von einem Zeugen berichten, der das als Kind miterlebt hat.

Rezension: Eberhard Falcke.



aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen

Rowohlt Verlag

204 Seiten

20 Euro  mehr...

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Der Roman „Ein Zug voller Hoffnung“ von Viola Ardone erschien bereits 2019 in der italienischen Originalausgabe. Nun ist er auf insgesamt 30 Sprachen erhältlich, seit April auch in der deutschen Übersetzung von Esther Hansen. Die gebürtige Neapolitanerin erlangt mit diesem Roman den internationalen Durchbruch. Eine Anmerkung im Teasertext des Verlages macht neugierig: Es geht um einen kleinen Jungen, der in der italienischen Nachkriegszeit die Liebe zur klassischen Musik entdeckt und sein Glück findet. Eva Hofem hat den Roman gelesen.  mehr...

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