„Krach“ mit Tiefgang und Humor: Tijan Sila bei der Leipziger Buchmesse

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Tijan Sila schreibt Romane, die nah dran sind am „echten Leben“ — unprätentiös und vor allem sehr unterhaltsam: Sein neuestes Buch mit dem Titel „Krach“ erzählt die Coming-of-Age-Geschichte eines Pfälzer Punks mit Wurzeln in Bosnien. Im Rahmen der Reihe „Common Ground — Literatur aus Südosteuropa“ ist Sila auch auf der Leipziger Buchmesse zu Gast.

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Geboren 1981 in Sarajevo, floh Tijan Sila als 13-Jähriger mit seiner Familie aus der belagerten Stadt in die Pfalz, wo er sich bis heute zu Hause fühlt. Wie für seinen Romanheld Gansi in „Krach“ spielt auch für Sila Punk eine wichtige Rolle — neben seiner Tätigkeit als Autor ist er auch Gitarrist der Punkband „Korrekte Drinks“.

In seinen Büchern verarbeitet Tijan Sila Erinnerungen an Jugoslawien, das Land seiner Kindheit und die „Baseballschlägerjahre“ in Deutschland: die Landauer Punkszene der 1990er Jahre und Schlägereien mit Nazis. Dabei schafft er es immer wieder auch abgründigen Situationen ein gehöriges Maß Komik abzutrotzen.

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