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Kesten-Preisträgerin Irena Brezna: Fremdheit als Denkbeschleuniger

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Max Knieriemen

„Eine schreiblose Existenz hätte ich für ein verwirktes Leben gehalten“, sagt die Schriftstellerin Irena Brezna.

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Fremdheit kann zum Denkbeschleuniger werden

Brezna kam nach der Niederschlagung des Prager Frühlings mit ihren Eltern von der Tschechoslowakei in die Schweiz. Erst im Alter von 30 Jahren begann sie auf Deutsch zu schreiben.

Zwar sei es hart gewesen, sich das Deutsche zu erarbeiten und erst recht in der Schweiz ein Zuhause zu finden, aber ihre Wurzellosigkeit sei auch eine Kraft, meint Brezna: „Die Fremdheit kann zum Denkbeschleuniger werden.“

Brezna wird für ihr literarisches Schaffen von der Schriftstellervereinigung PEN mit dem mit 10.000 Euro dotierten Hermann-Kesten-Preis ausgezeichnet, die Laudation hält Schriftstellerin Barbara Krohn.

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