lesenswert Quartett

Josephine Tey: Alibi für einen König

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MODERATOR/IN
Denis Scheck

Mithu Sanyal bringt Josephine Teys Klassiker "Alibi für einen König" mit ins "lesenswert" Quartett. Mit Denis Scheck und Insa Wilke spricht sie darüber, warum dieser Krimi, dessen Autorin seit 70 Jahren tot ist, auch heute noch hochaktuell ist.

Der Fall, den Inspector Alan Grant neu aufrollen will, ist überaus populär: Es geht um einen Erzschurken der englischen Geschichte – Richard III. ist spätestens seit Shakespeares Drama als Prinzenmörder verschrien. Nach dem Tod des englischen Königs Edward IV. im Jahr 1483 ließ sein Bruder Richard dessen Söhne in den Tower of London sperren. Dann stieg er selbst auf den Thron. Die beiden Prinzen wurden nie wieder gesehen. Hat Richard sie ermorden lassen? Alan Grant will das nicht glauben und begibt sich in seinem Krankenbett liegend auf Spurensuche.

Josephine Tey ist das Pseudonym der schottischen Schriftstellerin Elizabeth MacKintosh, die in der englischsprachigen Welt auch 70 Jahre nach ihrem Tod immer noch verehrt wird, bei uns aber erst wiederentdeckt werden muss. Elizabeth MacKintosh schrieb zunächst Kurzgeschichten, Gedichte und Theaterstücke. Berühmt wurde sie aber erst als Josephine Tey mit ihren Kriminalromanen. Der Kampa Verlag bringt nun schon den zweiten Krimi von ihr heraus. „Alibi für einen König“ wurde von der englischen Autorenvereinigung Crime Writers’ Association zum besten Kriminalroman aller Zeiten gewählt und 1969 mit dem Grand prix de littérature policière ausgezeichnet.

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