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Der Literatur- und Medienwissenschaftler Jochen Hörisch erforscht in seinem neuen Buch „Hände. Eine Kulturgeschichte“ unser wohl vielseitigstes Körperteil. Seine These: Wir leben in einem Zeitalter der „Handvergessenheit“. Hier das ungekürzte Gespräch mit ihm und Denis Scheck.

Jochen Hörisch, der in diesem Jahr 70 Jahre alt wird, verdanken wir anregende kulturgeschichtliche Bücher, etwa über „Die Poesie des Geldes“, „Die Wut des Verstehens“ oder auch eine „Kritik der unreinen Vernunft“.

In seinem neuen Buch „Hände“ fragt sich der Meisterdenker der Moderne, ob wir unser Leben noch in der Hand haben.

Kein Körperteil ist vielseitiger als die Hand, sie öffnet die Welt

Leben wir in einem Zeitalter der „Handvergessenheit“? Und was bedeutet das überhaupt? Jochen Hörisch erforscht in seinem neuen Buch die Bedeutung und Motivik der Hand durch die Literatur- und Kulturgeschichte.

Man betrachte nur einmal unsere Sprache: Wir nehmen eine Sache in die Hand und schon ist das Ziel zum Greifen nah, weil sie uns aus der Hand fressen. Das wohl vielseitigste Körperteil streichelt, schlägt, schreibt Romane, unterschreibt Verträge, baut auf und zerstört.

„Ergreifend: Ein Buch, das nicht nur ein handverlesenes Publikum erreichen sollte.“

Denis Scheck in der Sendung "lesenswert"

Der Autor:
Jochen Hörisch wurde 1951 geboren und studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Düsseldorf, Paris und Heidelberg. Er war dreißig Jahre lang Ordinarius für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim und ist seit Mai 2018 emeritiert. 

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