Literatur

„Ich habe keine Veranlagung zur Fiktion“ - Natascha Wodin erhält Joseph-Breitbach-Preis

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AUTOR/IN
Leonie Berger

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Der mit 50.000 € dotierte Joseph-Breitbach-Preis wurde der Schriftstellerin Natascha Wodin für ihr Gesamtwerk zugesprochen, aus dem ein Buch aber besonders heraussticht: „Sie kam aus Mariupol“. Darin erzählt die Autorin mit russisch-ukrainischen Wurzeln von der Suche nach der Geschichte ihrer Familie, vor allem ihrer Mutter. Alle Werke der 1945 geborenen Autorin Natascha Wodin basieren auf ihren eigenen Erfahrungen, die in besonderem Maß von der Gewalt des letzten Jahrhunderts geprägt sind.

Natascha Wodin bei der Verleihung des Joseph-Breitbach-Preises 2022 (Foto: SWR, © Leonie Berger)
Natascha Wodin bei der Verleihung des Joseph-Breitbach-Preises 2022 © Leonie Berger

Literatur Natascha Wodin erhält Joseph-Breitbach-Preis 2022

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Natascha Wodin wurde unter anderem bekannt mit ihrem Buch „Sie kam aus Mariupol“. Nun erhält sie den mit 50.000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis.  mehr...

Bücher von Natascha Wodin

Buchkritik Natascha Wodin - Nastjas Tränen

Nastja arbeitet in den 1990er Jahren als Putzfrau in Berlin. In Kiew war sie einst Tiefbauingenieurin, doch damit kann sie ihre Familie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr ernähren. Als Illegale in Berlin verdient sie besser, gerät aber auch in gefährliche Abhängigkeiten. In „Nastjas Tränen“ erzählt Natascha Wodin von Heimatlosigkeit und moderner Leibeigenschaft.
Rezension von Katharina Borchardt.
Rowohlt Verlag, 192 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3498002602  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Hörbuch Stille Verzweiflung: Martina Gedeck liest „Nastjas Tränen” von Natascha Wodin

Als Nastja bei der Ich-Erzählerin als Putzhilfe anfängt, bringt sie ein Stück Familiengeschichte mit. Denn Nastja kommt aus der Ukraine, wie die Mutter der Erzählerin und auch ihr Heimweh ist dasselbe. Natascha Wodin erzählt Nastjas Geschichte voller Verständnis für ihre Situation und voller Bedauern über eine gescheiterte Annäherung zwischen Ost und West. Martina Gedeck schlägt einen sehr ruhigen Tonfall an, passend zu der stillen Traurigkeit und der Angst der Hauptfigur.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

SWR2 Buch der Woche vom 27.02.2017 Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol

In "Sie kam aus Mariupol" erzählt Natascha Wodin vom Schicksal ihrer Mutter: Geboren in einer ukrainischen Adelsfamilie, stalinistischer Terror, Zwangsarbeit in Deutschland. Das Gewinnerbuch des Preises der Leipziger Buchmesse.  mehr...

Gespräch Natascha Wodin über ihren Roman „Irgendwo in diesem Dunkel“

Natascha Wodin wuchs in einer fränkischen Kleinstadt auf. Ihre Eltern waren russische-ukrainische Zwangsarbeiter, die nach dem Krieg in Deutschland blieben. Ihre Mutter beging mit 36 Jahren Selbstmord. Ihre Geschichte hatte Natascha Wodin bereits in ihrem preisgekrönten Roman „Sie kam aus Mariupol“ recherchiert. In „Irgendwo in diesem Dunkel“ setzt sie sich nun mit ihrem gewalttätigen und schweigsamen Vater auseinander. Eine tiefgehende Erkundung.| Rowohlt- Verlag, 20 Euro.| Katharina Borchardt im Gespräch mit der Autorin Natascha Wodin.  mehr...

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