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Es ist tatsächlich eine unglaubliche Geschichte, die Mario Vargas Llosa in seinem neuen Roman „Harte Jahre“ erzählt, sagt SWR-Literaturkritiker Carsten Otte. Um die Interessen der United Fruit Company zu schützen, organisierten die USA 1954 einen Putsch in Guatemala, der das Land ins Chaos stürzte.

Der Roman verarbeite vor allem die Erkenntnis, dass die Geschichte Lateinamerikas wahrscheinlich anders verlaufen wäre, wenn die USA die demokratischen und sozialen Reformen in Guatemala akzeptiert hätten und es nicht zum Sturz der liberal-demokratischen Regierung gekommen wäre. Viele Revolutionäre wie zum Beispiel Che Guevara hätten sich nämlich gerade durch den Umsturz in Guatemala radikalisiert.

„Harte Jahre“, das neue Buch von Mario Vargas Llosa, ist eines der Bücher auf der SWR-Bestenliste April.

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SWR Bestenliste April 30 Kritiker*innen. 10 Bücher. 1 Liste

Aus der Bestenliste-Jury diskutieren die Literaturkritiker*innen Julia Schröder, Martin Ebel und Eberhard Falcke mit Carsten Otte über Bücher von Mario Vargas Llosa, Éric Vuillard, Ingo Schulze und Birgit Birnbacher.  mehr...

SWR Bestenliste SWR2

Was kommt nach dem "Magischen Realismus"? Lateinamerikanische Literatur auf dem deutschen Buchmarkt

Literatur aus Lateinamerika heute: Der Boom der 1960er und 1970er Jahre ist lange vorbei. Magischer Realismus war einmal. Doch auch aktuell werden spannende Bücher aus Lateinamerika ins Deutsche übersetzt. Welche Trends es gibt, und wie die Literatur ihren Weg auf unseren Buchmarkt findet, erklärt Frank Wegner, Programmleiter für Internationale Literatur beim Suhrkamp-Verlag.| Katharina Borchardt im Gespräch mit Frank Wegner.


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SWR2 Lesenswert Magazin SWR2

lesenswert Magazin vom 8.9.2019 Alles ist Politik - neue Geschichten aus Lateinamerika und Europa

Die desolate Situation in Venezuela, der Terror des "Schwarzen September" in den 70er Jahren und die unbegleiteten Kinder an der amerikanischen Grenze - davon erzählen aktuelle Romane. Doch auch in Deutschland ist der Alltag kein Ponyhof, wie man bei Terézia Mora und Sibylle Lewitscharoff nachlesen kann. Und selbst die Mathematik erweist sich in ihrer Entwicklung als historisch und politisch beeinflusst.

Karina Sainz Borgo: "Nacht in Caracas"
Aus dem Spanischen von Susanne Lange
Verlag S. Fischer
ISBN 978-3-10-397461-4
224 Seiten
21 Euro
(Rezension von Eva Karnofsky)

Sherko Fatah: "Schwarzer September"
Luchterhand Literaturverlag
ISBN 978-3-630-87475-3
384 Seiten
22 Euro
(Gespräch mit dem Autor Sherko Fatah)

Valeria Luiselli: "Archiv der verlorenen Kinder"
Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit
Antje Kunstmann Verlag
ISBN 978-3-95614-314-4
432 Seiten
25 Euro
(Rezension von Margrit Irgang)

Terézia Mora: "Auf dem Seil"
Luchterhand Literaturverlag
ISBN 978-3-630-87497-5
368 Seiten
24 Euro
(Rezension von Ulrich Rüdenauer)

Wolfgang Blum: "Eine kurze Geschichte der Mathematik"
Theiss-Verlag
ISBN 978-3-8062-3877-8
200 Seiten
20 Euro
(Kurzkritik von Katharina Borchardt)

Sibylle Lewitscharoff: "Von oben"
Suhrkamp-Verlag
ISBN 978-3-518-42893-1
240 Seiten
24 Euro
(Rezension von Wolfgang Schneider)  mehr...

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