Literatur

Grenzen der Lyrik ausloten – Dinçer Güçyeter, Peter-Huchel-Preisträger 2022

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In seinem nun preisgekrönten Lyrikband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ (Elif Verlag) versammelt Dinçer Güçyeter ganz unterschiedliche Gedichte: mal sind es eher Dialoge, mal Texte, die versetzt sind mit gesellschaftspolitischen Positionen zu den Themen Migration und Integration.

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Oft sind darin auch die Stimmen seiner Großmutter und seiner Eltern zu hören, die als sogenannte „Gastarbeiter“ aus der Türkei nach Deutschland kamen. Der Lyriker fühlt sich in beiden Sprachen zu Hause, schreibt aber vor allem auf Deutsch. Auch wenn Dinçer Güçyeter froh um diese beiden Sprachen und kulturellen Einflüsse ist, so habe er doch immer gespürt, dass er sich als sogenanntes „Gastarbeiterkind“ ganz besonders anstrengen muss, um Erfolg zu haben und Anerkennung zu erreichen. Und um überhaupt einen Fuß in die Kulturszene zu bekommen!

Freiburg

Preis für deutschsprachige Lyrik Dinçer Güçyeter erhält den Peter-Huchel-Preis 2022

Dinçer Güçyeter erhält den Peter-Huchel-Preis 2022 für deutschsprachige Lyrik. Ausgezeichnet wird er für seinen 2021 im Elif Verlag erschienenen Gedichtband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“.  mehr...

Lyrik | Peter-Huchel-Preis 2022 „burlesk, kraftvoll und sehr authentisch“ – Frank Hertweck über die Gedichte des Preisträgers Dinçer Güçyeter

Für Dinçer Güçyeter sei die Herkunftsfrage zentral, sagt Frank Hertweck, SWR-Literaturchef und Geschäftsführer des Huchelpreises. Seine Gedichte bewegten sich zwischen den beiden Heimaten Deutschland und der Türkei. Oft seien es humorvolle Szenen vom Dorfleben in Anatolien, aber auch theatralische Szenen aus dem Strichermilieu in Istanbul. Seine Gedichte seien sehr fantasievoll, burlesk, kraftvoll, pathetisch und sehr authentisch.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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