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INTERVIEW

Wenn es einen Preis gäbe für die originellste Erzählperspektive, würde er sicherlich an den Roman „Das Geld spricht“ von Ernst-Wilhelm Händler gehen. Denn der Titel ist hier auch poetisches Programm:  Der Erzähler ist das Geld . SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte hat mit Ernst-Wilhelm Händler auf der Buchmesse über den Roman gesprochen.

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Ausgewiesener Kenner des Wirtschaftslebens

Ernst-Wilhelm Händler, 1953 in Regensburg geboren, Unternehmer und Schriftsteller, gilt als ausgewiesener Kenner des Wirtschaftslebens. Er hat für seine Romane, die sich mit dem Kapitalismus und dessen Einfluss auf die Gesellschaft auseinandersetzen, schon viele Preise erhalten.

Wie die halbe Milliarde gewinnbringend anlegen?

Der Roman hat zunächst eine handfeste Geschichte: Ein Banker soll für einen Unternehmer eine halbe Milliarde Dollar anlegen, trotz dauerhafter Niedrigzinsen. Doch zwischendurch ergreift immer wieder Geld das Wort, und zwar in Großbuchstaben, besonders, wenn es empört ist.

Das Geld sagt: „Ich bin nichts mehr wert!“

Das Geld hat früher nicht viel geredet, das war auch nicht nötig ... Jetzt redet es, weil es ihm eben nicht so gut geht … Es gab auch früher schon mal Negativzinsen. Aber jetzt ist das auf dem ganzen Globus so. Und das bedeutet natürlich, dass das Geld sagt: „Ich bin nichts mehr wert“.

Ernst-Wilhelm Händler

Ernst-Wilhelm Händlers Roman „Das Geld spricht“ ist ein erkenntnisreiches, manchmal anstrengendes und dann wieder wahnwitzig komisches Lesevergnügen über die Welt der Finanzspekulation.

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