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Für Stefanie Stegmann ist das Literaturhaus Stuttgart kein Ort für den schnellen Schlagabtausch, sondern um die Komplexität dieser Welt auf vielen Ebenen anzuschauen. Denn die Literaturhaus-Leiterin ist überzeugt, dass Literatur das Leben in all seinen Facetten und Widersprüchlichkeiten verhandelt.

Aus Ostwestfalen über Umwege in die Neckarmetropole

Geboren in Lübbecke, auf dem Dorf ohne Bücher und Kulturevents groß geworden, hat sich Stefanie Stegmann aus eigenem Antrieb die Welt der Literatur erobert. In Oldenburg studierte sie Germanistik und Kunst fürs Lehramt, dazu ergänzend kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien.

Ihr Auslandsaufenthalt mit dem DAAD führte sie aber nicht nach London oder Paris, sondern in die Ukraine, nach Czernowitz: für andere ein weißer Fleck — für Stegmann eine spannende und bereichernde Erfahrung und prägend auch für ihre Arbeit in Stuttgart.

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Das Literaturhaus als Think Tank

Bei 130 Veranstaltungen im Literaturhaus Stuttgart jedes Jahr geht es ihr und ihrem Team nicht nur darum berühmte Autor*innen wie Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk, Martin Walser oder Kazuo Ishiguro und ihre Neuerscheinungen bei einem Glas Weißwein vorzustellen.

„Eine Einrichtung zu leiten, heißt, ständig bewertet zu werden, in der Öffentlichkeit zu stehen, verglichen zu werden, kommentiert zu werden — das kann ein ganzer Dämonenpalast werden, der sich dann im Alltag um einen herum gruppiert.“ — Stefanie Stegmann, Leiterin Literaturhaus Stuttgart

Stefanie Stegmann schaut gerne auf die großen Zusammenhänge: 2015 etwa, kurz nach ihrem Antritt, initiiert sie eine Auseinandersetzung über das Fremde und den kulturellen Austausch — die „Flüchtlingsgespräche“.

So lotet sie immer wieder gesellschaftliche Befindlichkeiten und Diskussionen über Literatur aus — oder öffnet das Haus für andere: SWR2 lesenswert zeichnet regelmäßig Gespräche im Literaturhaus Stuttgart auf, mit Shida Bazyar oder über den Freiheitsdichter Georg Herwegh.

lesenswert Gespräch Katharina Borchardt im Gespräch mit Shida Bazyar

Eine für alle. Alle für eine. Shida Bazyars „Drei Kameradinnen“ halten zusammen. Leicht haben es Hani, Kasih und Saya in Deutschland nicht. Ein Hoch auf die Freundinnenschaft!  mehr...

SWR2 lesenswert Gespräch SWR2

SWR2 lesenswert Gespräch Badischer Revolutionär - Neue Biografie über den Freiheitsdichter Georg Herwegh

Vormärz ohne Georg Herwegh? Undenkbar! Der Stuttgarter schrieb flammende Freiheitsgedichte und kämpfte in der Badischen Revolution. Katharina Borchardt im Gespräch mit dem Autor Stephan Reinhardt.  mehr...

SWR2 lesenswert Gespräch SWR2

Literatur „Klara und die Sonne“. Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro skizziert eine Albtraumgesellschaft

„Klara und die Sonne“, der neue Roman des britischen Literaturnobelpreisträgers Kazuo Ishiguro wurde am 6. Mai in einem Livestream von 15 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgestellt. Ishiguro war aus seinem Londoner Wohnzimmer zugeschaltet.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Buchkritik Kazuo Ishiguro - Klara und die Sonne

Im neuen Roman des Nobelpreisträgers Kazuo Ishiguro erzählt eine Roboterin von einer Zukunftswelt, in der die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine geschwunden sind - und der Einsatz Künstlicher Intelligenz die Dinge nicht zum Besseren gewendet hat.
Rezension von Wolfgang Schneider.
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
Blessing-Verlag, München 2021, 352 Seiten, 24 Euro
ISBN 978-3-89667-693-1  mehr...

SWR2 lesenswert Kritik SWR2

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