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"Wir haben hier mit Ingo Schulzes Roman "Die rechtschaffenen Mörder" ein Luxusproblem, weil wir auf vier verschiedene Arten und Weisen zu benennen versuchen, warum uns dieser Roman so gefällt."

Denis Scheck

Ein politischer Roman von Ingo Schulze

Ingo Schulze beginnt seinen Roman mit dem Porträt eines passionierten Büchermenschen, bei dem es Literaturliebhabern regelrecht warm ums Herz wird. Norbert Paulini lebt in Dresden und ist als Antiquar einzigartig und besorgt selbst die verwegensten Bücherwünsche. Ausgerechnet dieses passionierte Büchermensch entwickelt aber nach der Wende gefährlich fremdenfeindliche Züge...

Der Roman besteht aus drei Teilen, die in Erzählhaltung und Stil unterschiedlich sind. Der erste Teil ist der längste und in einem stilisiert altertümlichen Stil geschrieben. Im zweiten Teil heißt der Erzähler Schultze - fast geschrieben wie der Autor Ingo Schulze - und beleuchtet alles von einer anderen Warte aus. Im dritten Teil kommt dann die Lektorin des Autors zu Wort.

Es gibt in diesem Roman viele überraschenden Wendungen, so dass am Ende viele Fragen offen blieben und man nicht mehr weiß, wem man in der Geschichte trauen kann. Das Buch war im Frühjahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

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