Gespräch

„Die Träume anderer Leute“ – Judith Holofernes in einem neuen Buch über ihr Leben

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Marie Gediehn

„Im Prinzip habe ich mir dieses Buch geschrieben, weil ich es früher gern gelesen hätte“, sagt Judith Holofernes in SWR2. Als Sängerin und Gitarristin der Band „Wir sind Helden“ wurde Judith Holofernes zum Star. Ihre Songs sind erfolgreich und kritisch und stellen auch die Zwänge des Konsums und der Leistungsgesellschaft in Frage. Nun blickt Judith Holofernes auf die Licht- und Schattenseiten ihres eigenen Lebens, in ihrem autobiografischen Buch „Die Träume anderer Leute“.

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Über die schwierige Zeit nach einem großen Erfolg

Holofernes habe manchmal in ihrem Leben das Gefühl gehabt, Vorbilder zu brauchen, die offen genug sind, über die schwierige Zeit nach einem großen Erfolg zu sprechen. Das „Erwachsensein“ und „Sich-weiterentwickeln“ unabhängig vom Erfolg, komme ihr zu wenig vor in der Welt der Musikindustrie, so die Sängerin.

Auch das Thema beruflicher Erfolg und „Eltern-Sein“ sei ihr wichtig. Dabei wolle sie nicht in den Medien als die „tolle Mutter dargestellt werden, die alles hinkriegt.“ Damit möchte sie nichts zu tun haben, sagt Judith Holofernes. Denn, sie wolle keiner anderen Mutter den Stress dieser gesellschaftlichen Sichtweise weitergeben. Allerdings stehe sie damit oft auf verlorenem Posten, meint Holofernes.

Erklär mir Pop „Guten Tag" von der Band Wir sind Helden

2002 wurde der Song von der Band Wir sind Helden veröffentlicht - Leadsängerin Judith Holofernes kritisiert im Text das Konsumverhalten unserer Gesellschaft mit einer Kampfansage: „Meine Stimme gegen ein Mobiltelefon, meine Fäuste gegen eure Nagelpflegelotion...“ Die Bandmitglieder hatten sich erst kurz zuvor - im Jahr 2000 - in Hamburg kennen gelernt. Nach zwölf erfolgreichen Jahren gab die Gruppe 2012 bekannt, auf unbestimmte Zeit zu pausieren.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Deutschland

Gespräch Verein „Mein Grundeinkommen“ verlost 20 Grundeinkommen: „Aus einem Vertrauensvorschuss wird Selbstvertrauen“

Das bedingungslose Grundeinkommen sei nicht gedacht als „warmer Geldregen von oben“, sagt Michael Bohmeyer vom Verein „Mein Grundeinkommen“. Er sehe das BGE eher als „Liquiditätsvorschuss, denn natürlich müssen alle am Jahresende deutlich höhere Steuern zahlen.“ Heute verlost die Musikerin Judith Holofernes in einem Livestream 20 Grundeinkommen von monatlich 1.000 Euro im Auftrag des Vereins.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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Marie Gediehn