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Das deutsch-französische Ehepaar Beate und Serge Klarsfeld hat es sich zur Aufgabe gemacht, ehemalige NS-Verbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu stellen. Eine Graphic Novel zeichnet nun ihren Weg und ihre spektakulären Aktionen nach.

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Beate und Serge lernen sich kennen, als die junge Deutsche ein Au pair-Jahr in Paris verbringt. Die Begegnung mit den Klarsfelds und ihrer Familiengeschichte — der Vater fiel dem Holocaust zum Opfer — politisiert die junge Frau.

Serge und Beate heiraten und beginnen gemeinsam, auf die Verstrickungen der deutschen Gesellschaft in die Nazi-Verbrechen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig decken sie gezielt die NSDAP-Zugehörigkeit von Nachkriegswürdenträgern auf.

Immer wieder versucht das Paar, die Öffentlichkeit aufzurütteln — 1968 etwa, als Beate Klarsfeld den damaligen Bundeskanzler Kiesinger auf einem CDU-Parteitag ohrfeigte, oder 1971, als sie die Entführung des Gestapo-Chefs Kurt Lischka planten.

In Bolivien machen sie den sogenannten „Schlächter von Lyon“, Klaus Barbie, ausfindig. Mit großem Respekt erzählt die Graphic Novel vom Leben der Klarsfeld in einer ebenso beeindruckend detaillierten wie abenteuerlichen Weise.

„Beate & Serge Klarsfeld. Die Nazijäger“ (Foto: Pressestelle, Carlsen-Verlag)
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