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Es diskutieren:
Dr. Helmut Böttiger, Literaturwissenschaftler und Publizist
Dr. Joachim Seng, Bibliotheksleiter am Frankfurter Goethemuseum und Autor diverser Essays über Paul Celan
Beate Tröger, Literaturkritikerin mit Schwerpunkt neue deutschsprachige Lyrik
Moderation: Carsten Otte

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„Celans Poesie hat immer noch die Kraft, auf das Menschverachtende hinzuweisen. Es ist ja nicht so, dass die Wirklichkeit, die der Dichter in die Lyrik holt, aus der Welt wäre.“

Joachim Seng, Celan-Experte und Bibliothekar am Frankfurter Goethe-Museum

„Wie Celan in seinen Gedichten mit der deutschen Sprache umgeht, hat mir, als ich ihn zu lesen begann, den Atem verschlagen.“

Beate Tröger, Literaturkritikerin

Vor 50 Jahren starb der Dichter Paul Celan. Mit seinem Suizid am 20. April 1970 in Paris endete ein Schriftstellerleben, das von dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden geprägt war.

1920 im rumänischen Czernowitz als Paul Antschel geboren, erlangte Celan mit seinem Gedicht "Todesfuge" literarischen Weltruhm. Viele Auszeichnungen hat der Dichter erhalten, darunter den renommierten Büchner-Preis. Obwohl er bei wachsender Bekanntheit durchaus prominente Fürsprecher im Feuilleton hatte, blieb er zeitlebens seltsam isoliert im Literaturbetrieb. Nach seinem Tod aber schien die Verehrung grenzenlos zu sein.

Inzwischen erweitern neue Editionen seines umfangreichen Briefwechsel und biographischen Schriften den Blick auf einen Autor und dessen Schwierigkeiten, im Kulturleben der Nachkriegszeit Fuß zu fassen.

Wie aber wird Paul Celan heute gelesen? Warum sind seine berühmten Bände wie "Mohn und Gedächtnis" so zeitlos und auf erschreckende Weise aktuell?

Gespräch 50. Todestag von Paul Celan: Die „Todesfuge“ und die deutsche Verdrängung

Am 20. April 1970 nahm sich der Autor Paul Celan in Paris das Leben. Er hinterließ das bedeutendste Werk eines deutschsprachigen Dichters nach 1945. Thomas Sparr, Mitgeschäftsführer des Suhrkamp Verlags, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Autor Paul Celan.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Buchkritik Klaus Reichert - Paul Celan - Erinnerungen und Briefe

Der ehemalige Suhrkamp-Lektor Klaus Reichert ist einer der letzten lebenden Weggefährten Paul Celans. Seine Erinnerungen erzählen eindrücklich von Leben und Arbeit des Dichters.
Rezension von Anne Rives.

Suhrkamp Verlag
ISBN 978-3-518-42926-6
297 Seiten
28 Euro  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

lesenswert Gespräch Gespräch mit Klaus Reichert zu Paul Celan

„Sprich auch Du“ – diesen Vers Paul Celans hat Klaus Reichert als Motto über seine Erinnerungen an den Dichter gestellt. Am 15. Juni 2020 erscheint bei Suhrkamp Klaus Reicherts Buch: „Paul Celan – Erinnerungen und Briefe.“ Zu Celans 50. Todestag hat Klaus Reichert ein Interview gegeben.  mehr...

SWR2 lesenswert Feature | Zum 50. Todestag von Paul Celan Leseerfahrungen: Die Gedichte Paul Celans

Norbert Hummelt hat mit Rainer René Mueller, Peter Waterhouse, Nancy Hünger und Alexandru Bulucz über ihre Erfahrungen beim Lesen der Gedichte Paul Celans gesprochen. Daraus entsteht ein hochkonzentriertes Gespräch.  mehr...

SWR2 lesenswert Feature SWR2

Gespräch Hans-Peter Kunisch - Todtnauberg und Helmut Böttiger - Celans Zerrissenheit

Die Treffen von Martin Heidegger und Paul Celan in Todtnauberg sorgten für große Aufmerksamkeit und für große Enttäuschung. Worüber sprachen die beiden berühmten Intellektuellen?
Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Frank Hertweck.

Hans-Peter Kunisch - Todtnauberg.
Die Geschichte von Paul Celan, Martin Heidegger und
ihrer unmöglichen Begegnung
dtv Sachbuch
ISBN 978-3-423-28229-1
352 Seiten
24 Euro
UND
Helmut Böttiger - Celans Zerrissenheit. Ein jüdischer Dichter und der deutsche Geist
Galiani Verlag
ISBN 978-3-86971-212-3
208 Seiten
20 Euro  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Gespräch Thomas Sparr - Todesfuge. Biographie eines Gedichts

Die „Todesfuge“ ist Paul Celans berühmtester Text und gehört heute zu den am meisten übersetzten Gedichten weltweit. Dabei war es anfangs gerade in Deutschland hoch umstritten.
Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Frank Hertweck.

DVA Sachbuch
ISBN 978-3-421-04787-8
336 Seiten
22 Euro  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Lyrik | Zum 50. Todestag von Paul Celan Paul Celan und die "grauere Sprache"

„Die Todesfuge“ ist Paul Celans (23. November 1920 - 20. April 1970) bekanntestes Gedicht. Später suchte er nach einer faktischeren Sprache. Neue Wörter für seine Lyrik fand er zum Beispiel in der Gletscherkunde. Von Helmut Böttiger.  mehr...

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SWR Bestenliste März Platz 2 Paul Celan: „etwas ganz und gar Persönliches“

Paul Celans Werk bleibt eines der dunklen Geheimnisse der Literatur des 20. Jahrhunderts. 691 Briefe an 252 Adressaten ermöglichen es, neue Linien zu ziehen und ein schärferes Bild der Figur Celan zu zeichnen.  mehr...

Literatur „Schwarze Milch der Frühe“ - Thomas Sparr über Geschichte und Wirkung von Paul Celans „Todesfuge“

Kein anderes Gedicht hat nach 1945 solche Berühmtheit erlangt wie Celans „Todesfuge“. Der Literaturwissenschaftler Thomas Sparr hat die Geschichte des Werks rekonstruiert und die kontroverse Aufnahme in der Gruppe 47. Er hat die internationale Wirkung untersucht und zeigt, wie diese Weltliteratur Musiker*innen, Künstler*innen und Literat*innen bis heute inspiriert.  mehr...

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SWR2 JetztMusik | Zum 50. Todestag von Paul Celan Purpurwort, das wir sangen - Musik nach Paul Celan

Von Thomas Meyer  mehr...

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Von Liebe, Verzweiflung und Sehnsucht Ingeborg Bachmann: Erzählungen und Gedichte

Sie war das Fräuleinwunder der deutschen Lyrik. Doch 1961 erschien ein schmaler Band mit Erzählungen - und alle waren irritiert: Die Prosa war widersprüchlich und hart.  mehr...

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SWR2 Forum Denkmalsturz: Was bleibt von Martin Heidegger?

Was bleibt von Martin Heidegger? Es diskutieren: Dr. Lutz Hachmeister, Publizist und Medienforscher, Köln | Prof. Dr. Axel Honneth, Philosoph, Direktor des Instituts für Sozialforschung, Universität Frankfurt | Prof. Dr. Marion Heinz, Philosophin, Universität Siegen | Gesprächsleitung: Eggert Blum  mehr...

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