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Wir leben in Verhältnissen, in denen es für Menschen, die nicht von Rassismus betroffen sind, sehr einfach sei, sich mit dem Thema nicht auseinanderzusetzen, betont der Autor Mohamed Amjahid gegenüber SWR2. Deswegen habe er mit seinem Buch „Der weiße Fleck“ einen Ratgeber verfasst, wie sich weiße Menschen mit den Themen Rassismus und Antirassismus auseinandersetzen können.

50 Angebote antirassistischer Verhaltensweisen

Insgesamt mache er darin 50 Angebote antirassistischer Verhaltensweisen. So sei es beispielsweise in jedem Fall besser, erst mal zu googeln, „bevor man Mohamed fragt“. Für schwarze Menschen oder solche die von anderen Diskriminierungen betroffen wären, wie queere oder behinderte Personen, sei es sehr anstrengend, selbst auf Fragen zu ihren Diskriminierungen zu antworten.

Auf diskriminierende Sprache verzichten und nicht gleich die Polizei rufen

Außerdem solle man auf jeden Fall auf diskriminierende Sprache verzichten, forderte Amjahid, „weil daraus irgendwann auch physische Gewalt werden kann“.

Ganz wichtig sei darüber hinaus, nicht bei jeder Kleinigkeit die Polizei zu rufen. „Polizeigewalt ist ein großes Problem für von Rassismus betroffene Menschen“, so Amjahid. Statt die Polizei zu verständigen, sollten weiße Menschen innehalten und schauen, dass sie schwierige Situationen anders klären.

Literatur Elisa Diallo über Rassismus und ihr Buch „Französisch verlernen. Mein Weg nach Deutschland“

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