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Im Gespräch mit Anja Brockert

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Heimat, Flucht und Vertreibung sind zentrale Themen im Werk von Hans-Ulrich Treichel. Der Sohn ostpreußischer Eltern ist im Schatten eines Traumas aufgewachsen: Auf der Flucht war sein älterer Bruder verloren gegangen, ein Tabuthema in der Familie. In seinem berühmten ersten Roman "Der Verlorene" (1998) erzählte er vom Schweigen der Eltern und seiner Kindheit in Nachkriegsdeutschland. Auch sein jüngstes Buch "Tagesanbruch" (2016) umkreist die Ereignisse der Flucht. Die Erzählung führt in die Erinnerungswelt einer Mutter, die ihr Schweigen erst bricht, als sie den Leichnam ihres erwachsenen Sohnes in den Armen hält. Hans-Ulrich Treichel leitet im Wechsel mit Josef Haslinger und Michael Lentz das Deutsche Literaturinstitut Leipzig. Seit über zwanzig Jahren gibt er hier als Professor für literarisches Schreiben seine Erfahrungen als Lyriker und Romancier an angehende Schriftsteller weiter.

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